Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Alles und noch mehr



Flexibilität testen

Fleischspieß Wir müssen nur mal eure Flexibilität testen, sagt der beste Koch der Insel. Schon am Nachmittag hat er ja unsere vom Radfahren leeren Kalorienspeicher freundlich mit einem großen Obstteller (und einem kleinen bißchen Eis) wieder aufgefüllt.

Das Abendessen aber schlägt alles: Statt der von uns bestellten Standardgerichte gibts nach dem bewährten Motto Der Gast denkt, die Küche lenkt eine passend abgestimmte Kombination aus Vorspeisenteller (gebackene Champignons, Salat, Sauce) und dem größten und besten Fleischspieß Mitteleuropas. Was für ein Aufwand! Natürlich hat der Herr Koch es sich nicht nehmen lassen, alles persönlich zu servieren. Zuerst die netten Schiffchen mit den Saucen und der Kräuterbutter, dann die nur mit Salat angerichteten Teller (Mehr gibts heute nicht!) und schließlich die riiiesengroße Platte mit Spießen, Gemüse, Salat sowie eine weitere Schüssel mit Rosmarinkartoffeln. Da fiel dann der Satz Wir müssen nur mal eure Flexibilität testen.

Großartig wars. Vier Fleischsorten, perfekt gewürzt, dazwischen gschmackiger Speck, die Kartofferln a Traum... Zum Reinlegen und Sterben hab ich anerkennend gekaut, wie der Koch sich später von uns verabschiedet hat. Er drauf: Sterben könnt ihr morgen am Grillabend. Das hier war ja nur zum Aufwärmen. Na dann. :)


Peenemünde per Fahrrad

Fahrradweg Es ist das ideale Wetter für einen Radausflug. Warm genug für Polohemd ohne Jacke, aber nicht zu heiß. Sonnig genug für das Gefühl von schönem Wetter, aber genügend Wolken, um dem gefürchteten Unterarmsonnenbrand vorzubeugen.

Früher als sonst im Urlaub üblich gehts also nach Peenemünde, Onkel Maik besuchen. Der zeigt sich vor allem überrascht und hoch amüsiert über die Umstände unserer Abholung vom Bahnhof (Und ihr seid dann echt mit der Fahne durch den ganzen Ort gefahren?) und verspricht für 2018 Vergleichbares in Peenemünde. Außerdem hätte er uns im Frühling beinahe in Wien besucht.

Den üblichen Ortsrundgang haben wir diesmal ausgelassen bzw. auf ein Minimum beschränkt, was sich im Nachhinein als Fehler entpuppt hat. Naja. Wir kommen ja nochmal.

Müde und ausgelaugt vom vielen Strampeln sind wir dann nach der Rückkehr ins Hotel noch am den Strand gezischt. Sehr schön, sehr ruhig,
viele liebe Hundsis.


Verblödungsalarm

Strandkorb im Garten An der Rezeption treffe ich Stammgäste. Wir begrüßen einander herzlich. Wie lange seid ihr jetzt schon da?, fragen sie mich. Ich starre sie hilflos an: Welcher Tag ist heute? So schön!

Es ist Montag. Am Samstag zu Mittag sind wir angekommen. Die Urlaubsverblödung schreitet heuer viel rascher voran als sonst. Auch in die Urlaubsroutine sind wir schneller reingekippt: radfahren, schwimmen, Kuchen essen, Katzen und Hunde schauen...

Außerdem fangen wir an, hier Hof zu halten. Am Mittwoch kommt das erste Königspaar. :)


Elektronischer Regen

Laut Wetterbericht regnet es. Wir sitzen im Polo-Shirt auf der Terrasse beim Frühstück, genießen die warmen Sonnenstrahlen und den Kaffee aus dem persönlichen Nutella-Häferl. Frühstück rocks! :)

PS: Carlotta Möhrchen ist weg. Zu schade. Gestern haben wir sie noch gesehen.


Salat und Nutella

Nutella mit dem HauptpreisAufs Zimmer gehen wir gleich gar nicht. Mit großem Gepäck ziehen wir durch die Lobby und lassen uns auf der Terrasse nieder. „Einmal Sportivund einmal Mediterran“, weiß der Koch aus langjähriger Erfahrung und zieht sich in die Küche zurück. Herrlich ist es da! Der Salat schmeckt wunderbar frisch und knackig, so als ob er direkt neben dem Küchenfenster geerntet worden wäre. Gerade wie ich mir denk „So, und jetzt noch ein Eis!“, steht der vitaminreiche Erdbeerbecher auch schon vor mir. Mit Vanilleeis und Schlag. Man liest hier Gedanken.
Am Ende dann werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß unsere Radeberger Rubbelbierdeckel im Gewinnspiel abgeräumt haben. (Wir hatten völlig vergessen zu rubbeln und sind nachher ziemlich perplex dagestanden.) Zwei Eintrittskarten – und weitere Bierdeckel.
Die nächste Überraschung wartete dann am Zimmer: Nutella gibts jetzt mit eigenen Nutella-Frühstückstassen! Wie lieb! Ich seh mich morgen schon genüßlich aus meinem extragroßen Häferl trinken beim Frühstück, während die anderen Kinder in ihre normal großen Tassen nachschenken müssen.
Ach ja: Gleich nach Salat, Eis und Kaffee gings in den Pool und auf die Sonnenterrasse. Hab ich schon erwähnt, daß es strahlend schön ist?

Ankunft in Rot-Weiß-Rot

Abholung mit Fahne12:41 Uhr, wir treffen in Trassenheide ein. (Gestern hab ich noch bis 21:30 Uhr „Tatlı Bela“ geschaut zuhause. Irgendwie geht das doch alles recht flott.)
Trassenheide begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein und – Moment, was ist das!? – mit einer österreichischen Fahne! Der Chef persönlich steht da grinsend neben der dunklen Limousine, an der er die rot-weiß-rote Fahne befestigt hat. Das macht schon was her. Ein richtiger Staatsempfang!
(Es könnte natürlich auch sein, daß es sich bei dem auffälligen Teil einfach nur um das vereinbarte Warnsignal für die ganze Insel handelt: „Achtung! Sie sind jetzt da!“ *LOL*)
Wir haben großen Spaß an der beflaggten Fahrt. Am Hotelparkplatz, wo schon der beste Koch der Insel und der frisch gekrönte Smiley- und Herzerlkönig zu unserer Begrüßung bereitstanden, gabs gleich die nächste Überraschung: Mein Geburtstagsgeschenk ist da! Die Leihräder, die ich von Wolfi und Raini geschenkt bekommen hab, stehen angebunden vor dem Haus und scharren mit den Hufen.
Der Urlaub kann also losgehen!

Tatlı Bela: Reingekippt

Tatlı Bela Bis heute habe ich die Leute nicht verstanden, die meine Nähe zu „Tatlı Bela“ leicht irritierend gefunden haben. Bis ich mich dann hier in Linz auf der Terrasse wiedergefunden habe mit der Erkenntnis: Ich habe soeben die App von Kanal 7 installiert, nur um auch bei meinen Eltern „Tatlı Bela“ schauen zu können. (Die würden ihren riesengroßen Plasma-Fernseher für sowas ja nicht räumen.) Da hab ichs selbst gemerkt …

Was ist „Tatlı Bela“? Eine indische (!) Soap Opera, die in der türkisch synchronisierten Fassung auf Kanal 7 läuft. (Der Titel läßt sich sehr frei mit „Süßer Schmerz“ übersetzen.) Was meine Liebe zu diesem Machwerk so bizarr (und für viele beängstigend) macht ist die Kombination aus verschiedenen Elementen: Erstens eben die türkischen Dialoge der Darsteller, die sich dabei in indischem Kopfwackeln und diversen anderen typischen Verhaltensweisen des Subkontinents üben. Zweitens die Tatsache, daß ich rund 90% eben dieser türkischen Dialoge überhaupt nicht verstehe. Das ist aber auch nicht so wichtig. Die handlungstragenden Phrasen sind Merak etme! („Mach dir keine Sorgen!“) und Üzgünüm!, gelegentlich auch Çok üzgünüm! („Es tut mir (sehr) leid!“). Diese zwei Sachen hör ich ziemlich verläßlich raus. Drittens und vor allem die Handlung, neben der jeder Groschenroman zu großer Dichtkunst wird. Erinnert sich noch jemand an „Dallas“? Die Folge, in der Bobby Ewing aus der Dusche steigt und sein Tod sich als bloßer Traum entpuppt? So geht's in „Tatlı Bela“ ständig zu, nur mit schlechteren Schauspielern in bunteren Kostümen.

Grundgerüst der Serie sind Shlok, seine Frau Aastha und das ständige Auf und Ab ihrer Liebe. Falsche Liebesschwüre, falsche Identitäten, Intrigen, Tränen, … Die Liste der Nebenrollen ist lang, im Grunde sind sie aber alle entbehrliche Staffage. Wer sich ein Bild machen möchte: Dieser kurze Trailer für eine der neueren Folgen lief vor kurzem auf Kanal 7:

Tatlı Bela 115. Bölüm Fragmanı

(Kameraführung, Bildeffekte, Musik etc. wurden übrigens nicht extra für den Trailer dramatischer zugespitzt. Das ist auch in der Serie so.)

Großes Kino! Dagegen ist „Star Wars“ ein B-Movie!


Cool in Linz

Mohr noch ohne Hemd Weitergefeiert wird in Linz. Dort gibts nicht nur sehr coole (im wahrsten Sinne des Wortes) Päckchen, sondern auch nochmal sowas wie eine zweite Geburtstagstorte: Ein Mohr im Hemd muß nach dem Sonntagshendl verdrückt werden. Huiui, der kanns. Drei Stück hab ich geschafft. Immerhin. :)

Das Tier hat derweilen eine neue Schlafposition entdeckt. Wenn nämlich jemand auf der Terrasse auf dem Sessel neben dem kleinen Beistelltisch sitzt, kann man sich auf dessen Oberschenkel legen und den Kopf und die Vorderpfoten auf diesen Beistelltisch, der dafür die optimale Höhe hat. OK, er kippt, aber das läßt sich verhindern, indem der Ossi vom zweiten Sitzplatz aus die ganze Zeit über mit der Hand die gegenüberliegende Seite runterdrückt. Und natürlich schlafen dem, dessen Oberschenkel da gerade verwendet werden, die Beine ein. Aber das macht alles nichts. Hauptsache ist, daß nach wenigen Augenblicken (und dann eben sehr lange) ein zufriedenes Schnarchen zu hören ist. (Hab ich erwähnt, daß ich erst nach ein paar unwilligen Blicken kapiert hab, daß ich doch bitte das zusammengefaltet am Beistelltisch liegende Tischtuch so ins Eck schieben soll, daß es als Kopfpolster brauchbar ist?)

Der Besuch war nur kurz, ich glaube, wir müssen diese Schlaftechnik nochmal perfektionieren. Vielleicht geht sich ja Anfang Juli nochmal was aus. :)


Fidget Spinner

Bär und Päckchen Und weiter gehts im Geburtstagsrausch: Die große Bescherung mit gleich einer Reihe von Päckchen und einem (Überraschung!) Bärenkuchen!

Ich mag da jetzt gar nicht auf jedes Päckchen eingehen, obwohl manche, denk ich, durchaus Sprengkraft hätten. (Grad deswegen sollt ich aufpassen und mich bloß nicht verplappern.) Aber zwei Dinge kann ich verraten:

Erstens wird dieser Geburtstag erst im April 2018 vorbei sein. Zweitens kann ich gar nicht wirklich alt sein (bzw. werden). Ich hab nämlich einen Fidget Spinner bekommen! Zwar hats ein bißchen für Irritation gesorgt am Kaffe- und Kuchen-Tisch, daß ich nach dem Auspacken der teilweise durchaus hochpreisigen Geschenke dann ausgerechnet bei diesem Plastikteil hängengeblieben bin … aber ich kann machen, was ich will! Ist ja immerhin mein Geburtstag! *LOL*


Ein Fahrrad zum Geburtstag!

Wie geil! Ich bekomm ein Fahrrad zum Geburtstag! Noch nicht gleich, in ein paar Wochen erst, aber die Freude ist jetzt schon groß.

„Übergeben“ wurde es als Gutschein mit Foto und Rechnung bei einem wirklich sa-gen-haft guten Frühstück in Gregors Konditorei. Es ist immer wieder zum Reinlegen und sich drin Suhlen, was einem da vorgesetzt wird. Da paßt jedes Detail. Hervorragend! (OK, nein, stimmt nicht ganz. Ein Detail ist ein bisserle daneben gegangen: Die Eierspeis heißt auf der Speisekarte piefketouristentauglich Rührei. Und das mir, wo mir als Deutsch-Tandempartner doch das Eliminieren eingelernter Teutonismen so wichtig ist!)

Wie das jetzt mit dem Fahrrad weitergeht: Wolfi und Raini (die haben uns ja anläßlich meines Geburtstags eingeladen dort) bezahlen das Leihfahrrad im Urlaub und sorgen so für meine Fitness im fortgeschrittenen Alter. Letzteres ist eigentlich eine unglaubliche Frechheit bei näherer Betrachtung (Was kommt als nächstes? Seniorenturnen? *LOL*), aber ich freu mich riesig drüber. Weil so ein nettes Urlaubsgeschenk mit ganz persönlichem Bezug ist. Und ich bin seit „Stroh und Heu“ gestern ja sowieso voll in Usedom-Stimmung, da paßts umso besser.