Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Alles und noch mehr



Tote Kuh

Mega-BratenWenn wir ein Restaurant zwischen Suppe und Hauptgericht wutschnaubend verlassen, dann hat das einen Grund. Einige Gastronomen lassen hier schon zu sehr heraushängen, daß sie in der Hochsaison jeden unzufriedenen Gast mit zwei nichtsahnenden neuen ersetzen können.

Wie auch immer: Rauf aufs Fahrrad, zurück ins Hotel, Burger bestellt. Für ein Dessert wärs sowieso schon wieder zu spät.

Der beste Koch der Insel denkt sich seinen Teil und serviert statt dem Burger gleich die ganze Kuh. Wozu das gute Fleisch faschieren, nicht wahr? Statt der Sesambrötchen gibts Kroketten, dazu verschiedene Saucen, Gemüse, Schwammerlsauce, Salat und Erdäpferln. Im Prinzip ja nicht so viel anders als ein Burger, nur halt im Ganzen. Die Sache mit dem Dessert hat sich damit erübrigt! *LOL* Sehr fein wars übrigens. Wir rätseln immer noch, wie der Koch ausgerechnet zu unserer doch eher ungeplanten Ankunft diesen Braten auf den Punkt fertig gehabt hat. Manches hier wird für uns immer ein Geheimnis bleiben. :)

Beim Gute-Nacht-Sagen gabs dann noch Beziehungsratschläge. Unter anderem: Man weiß was man hat, aber nicht was man bekommt. Wenn das mal kein Argument ist. *LOL*


Noch mehr Meer

Strand vom Meer ausUnd wieder: Auf der Terrasse im Schatten sitzen, Kaffee schlürfen. Dann schnell in den Pool, sich vor der Mittagssonne verstecken. So kurz nach drei rum dann ab an den Strand. Es ist absolut windstill und das Wasser noch seichter als sonst. Wahrscheinlich wurde die Ostsee inzwischen wirklich zur Flaniermeile zwischen Deutschland und Skandinavien ausgebaut. Man geht raus, schwimmt im hüfthohen Wasser los, läuft wieder auf Grund (mit Bauch oder Po, je nachdem), rappelt sich elegant hoch, watet weiter, beginnt wieder zu schwimmen, läuft wieder auf Grund… So viel Sand war da schon lang nicht mehr. Mir soll das alles recht sein: Ich leg mich nur auf den Rücken, streck alle viere von mir, laß mich sanft verschaukeln und hör den Möwen zu. Ich liebe solche Tage.

Pool, Strand, Meer

Und da ist sie wieder, die klassische Urlaubsfaulheit:

Nach dem Obstteller auf der sonniglichen Terrasse rein in den Pool, zum Trocknen dann raus neben die Pferde, später an den Strand (der heute erstaunlich leer ist?) und rein ins Meer. Die Ostsee ist spiegelglatt, wir plantschen drin rum wie die kleinen Kinder. (Recht viel mehr geht auch nicht: Man flaniert da auf Skandinavien zu wie auf der MaHü und das Wasser geht einem immer noch nur bis zur Brust. *gg*)

Heutiges Highlight aus der Rubrik „Abenteuer“: Der bestialisch stinkende Muschelteppich. Rund 15-20 Quadratmeter groß, einige Muschelschichten dick und der prallen Sonne ausgesetzt. Ich esse ja sowieso grundsätzlich nichts, was aus dem Wasser kommt… Aber nach diesem Geruchserlebnis wird ich jetzt auch den Platz wechseln, wenn am Nebentisch jemand Fischzeugs bestellt.

Was natürlich wieder einmal gesagt werden muß: In früheren Jahren wären wir an Tagen wie heute nach Koserow geradelt. Oder nach Ahlbeck gefahren. Oder hätten Schiffsausflüge gemacht. Wir sind wirklich nur mehr noch auf dem Tiefenentspannungstrip.


Eis im Schatten II

Eis im Schatten IIEs ist verräterisch, was man so vor sich hinmurmelt. Nach dem Regen in der Früh hab ich doch glatt sowas gesagt wie Der Regen ist jetzt vorbei, aber bis die Sonne rauskommt, wirds noch ein bissi dauern. Hoffentlich! Ich wollt halt einfach meine Ruhe haben und Krimis lesen. :)

Leider wurde nichts aus dem Plan. Die Sonne ist unbarmherzig rausgekommen und hat uns auf die Terrasse getrieben, direkt in die Arme des besten Kochs der Insel. Der hat sofort eine große Portion Früchte serviert - "im Schatten", also mit Schirmchen drauf. Und nur mit ein paar Kugeln Eis dabei, die ganz sicher ausschließlich der Kühlung dienen. :)


Beachcup Usedom

Beachcup Usedom Der Beachcup Usedom am Strand von Karlshagen ist mit knapp 2.000 Teilnehmern angeblich das größte Beach-Volleyball-Turnier der Welt. Obwohl uns die Veranstaltung immer dringend ans Herz gelegt wurde, mußte sie bisher ohne uns auskommen. 2011 haben wir kurz mal vorbeigeschaut bei einem Strandspaziergang. Aber richtig hinsetzen, Alsterwasser trinken, interessiert zusehen, sich treiben lassen... Nein, das gabs bisher nicht.

Die Premiere war heute. Mit dem Fahrrad nach Karlshagen, runter zum Strand (vorher dem Frühstücksprinzen was abgekauft), der Buffta-Musik entgegen... Und schon waren wir mitten drin statt nur dabei.

Eigentlich ist das wirklich lustig. Eine Mischung aus Menschen, die das Ballischupfen wirklich ernst nehmen (haben die keine Hunde? *gg*), und solchen, die nur Bier trinken und Leut schaun wollen... entspannt und unterhaltsam.

Fast schockierend war, wie wir draufgekommen sind, wen die mit den Mumien meinen, die sie ununterbrochen zum Spiel gerufen haben: Das sind die Teilnehmer über 36. Na vielen herzlichen Dank auch. *LOL*

Schade eigentlich, daß wir nicht länger bleiben konnten: Abendessen mußte ja auch noch sein. Ich hätt ganz gern noch länger zugeschaut. Und die echte Party (samt Feuerwerk) steigt ja auch erst am Abend.


Halbinsel Peenmünde

Blick von der Halbinsel Das Königspaar hats uns verraten: Peenemünde ist um ein ganzes Stadtviertel gewachsen. Die Halbinsel Peenemüne ist neu. Die muß inspiziert werden!

Blödsinn, garnix ist neu. Die Gegend auf der anderen Seite vom Hafen gabs immer schon. Wir waren nur nie dort, weil man da irgendwie mit der Kirche ums Kreuz radeln hätte müssen. (Soweit das auf dieser Insel platzmäßig überhaupt geht. *gg*)

Tatsächlich neu ist, daß man von Maik aus rund ums Hafenbecken herum gehen/radeln kann, um dieses Fleckchen Erde zu erreichen. Campingplatz (warum seh ich in letzter Zeit überall Campingplätze?), Flohmarkt, ein Museumsschiff, eine Hafenbar... und die Königin! Ja sooo eine Überraschung! Was macht die denn hier? ;)

Wir müssen nochmal herkommen. Museumsschiff und die empfohlenen exotischen Eissorten sind sich nicht mehr ausgegangen. Lustig wars, Peenemünde von der anderen Seite zu sehen. Zum Abschied ein Kurzbesuch bei Maik (er war beim Frühstück), dann zurückgeradelt ins Hotel. Fürs Abendessen umziehen.

PS: Insel-Stammgäste haben wir auf der Hinfahrt nach Peenemünde auf der Straße getroffen. Nette Überraschung. Und ein Beweis dafür, wie klein und familiär hier alles ist.


Stromausfall

Habt ihr schon was gegessen? Wie wir am Friesenhof einreiten und die Räder festbinden, kommt uns der beste Koch der Insel vom Hinterausgang der Küche mit dieser Frage entgegen. Sofort bekommen wir ein schlechtes Gewissen: Immerhin haben wir in Zinnowitz fremd gegessen und werden hier von ihm quasi noch mit heruntergelassenen Hosen ertappt.

Der Hintergrund der Frage ist aber ein ganz anderer: In ganz Trassenheide ist Stromausfall, die Küche ist daher zu. Weder im Restaurant noch auf den Zimmern gibts Licht. Wären wir noch hungrig und unversorgt,
hätte uns der Koch gleich wieder losgeschickt. Nach Karlshagen zum Beispiel, dort gibts Strom und Pizza. Oder nach Zinnowitz. ;)

So aber setzen wir uns auf die Terrasse (hell genug ist es) und trinken unser Mineralwasser. Still.


Zinnowitz

Fast wären wir ja schon wieder zu faul gewesen. Tagsüber hatten wir immerhin Karlshagen, Pool, Strand... Da will ein großer Abendausflug überlegt sein. Trotzdem haben wir uns zusammengerissen und sind nach Zinnowitz geradelt. Die Primavera war dran!

Was soll ich sagen: Besser wirds dort nicht seit dem Besitzerwechsel. Das Essen ist nur mehr OK, der ständig kaugummikauende Kellner knallt mir die Lasagne neben den noch halb vollen Suppenteller, der Espresso wird jetzt ohne Keks serviert (was im Grunde der schlimmste Fauxpas ist)... Ich frag mich, ob wir uns nicht ein anderes Stammlokal suchen sollen in Zinnowitz.

Dafür gibts jetzt an der Seebrücke ein Riesenrad. Hui!


Salatbuffet II

Obstteller Das zweite Salatbuffet, der zweite Grillabend also. Unserer am Essen orientierten Zeitrechnung nach der Anfang vom Ende des Urlaubs: Zwei Grillabende liegen jetzt hinter uns, einer kommt noch.

Wir lassens uns aber nicht verdrießen und schlagen wacker zu. Nach der gesunden Spargelkrämsuppe natürlich nur gesunden Salat und danach gesundes Obst. (Zumindest ist es das, was fotografisch dokumentiert ist. Für andere Behauptungen gibt es keine Zeugen. *LOL*)

Unterhalten werden wir den ganzen Abend lang von einem süßen Collie-Hundsi, das sein Herrchen und dessen Familie ordentlich auf Trab hält. (Die hingegen sind der festen Überzeugung, daß es genau andersrum ist. Es ist so süß, wenn Menschen ihren ersten Hund haben und noch gar nichts begreifen.)

Zum Espresso wurde ein Keks mit Sinnsprüchlein serviert: Wer hier Wurzeln schlägt, muss sich nicht wundern, wenn er zurechtgestutzt wird Wir haben laut losgeprustet. :)

Danach unten noch frische Krimis organisiert und dann rauf aufs Zimmer. Der Nachmittagsspaziergang und das ungewohnt leichte Essen (*räusper*) machen sich bemerkbar. Ein bißchen lesen noch… Dann gibts Frühstück!


Wilde Ostsee

Windig Das Tief Alfred haben wir zwar noch nicht hinter uns, den Regen aber schon. Zumindest für heute. Also hält uns nichts mehr im Zimmer, wir ziehen uns wind- und wetterfest an und machen einen Spaziergang durch den Wald und am Meer entlang.

Normalerweise bretteln wir auf diesem Weg ja immer mit unseren Fahrrädern dahin. Zu Fuß sind wir deutlich langsamer und sehen die Gegend mit ganz anderen Augen: die vielen großen und kleinen Schwammerln; die Ameisenhaufen; die frühere Sido-Villa, auf der jetzt nicht einmal mehr das berühmte Hier wohnt Sido zu erkennen ist.

Der Strand ist ein Abenteuer. Viel Wind, laut rauschende Wellen, kaum Menschen, dafür jede Menge Vögel… wild-romantisch. Sehr gute Idee, dieser Spaziergang. (Wobei ich kurz daran denke, daß wir in den ersten Jahren solche Tage für Fahrradausflüge genutzt haben. Früher war halt doch mehr Lametta.) Trotzdem gehts nach einer guten Stunde wieder zurück ins Hotel: Schick machen für den Grillabend!