Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

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Smutje: Das Testessen

Weil wir uns das Abendessen durch den Strandspaziergang redlich verdient hatten und weil ein Testessen an Smutjes neuem Arbeitsplatz (Hotel Kaliebe) ohnehin überfällig war, haben wir das eine mit dem anderen verbunden: Rauf auf die Räder und durch den Wald in die City gestrampelt. Weils ja von uns ausdrücklich als Testessen gedacht war, haben wir uns auch nicht extra angekündigt. Der Herr Smutje wußte, daß wir grundsätzlich im Lauf der drei Wochen mal dort antanzen wollten, eh klar. An welchem Tag aber genau, das blieb offen.
Wir haben uns also ein lauschiges Plätzchen gesucht, bestellt, die ersten Happen genossen und sind uns wahnsinnig geheimnisvoll dabei vorgekommen („Ob er heute überhaupt Dienst hat?“), da hat er uns schon aus der halb offenen Küchentüre heraus fröhlich zugelächelt mitten in der gebratenen Hendlbrust. Wahrscheinlich haben ihm die Kellnerinnen gsteckt, daß da draußen Gäste sitzen, die richtiges Deutsch sprechen. *LOL*
Von da an war die Idee mit dem „anonymen Testessen“ natürlich nicht mehr durchzusetzen. Dafür haben wir, obwohl wir zum ersten Mal dort gegessen haben, die Sonderbehandlung genossen: Die Kellnerin, die uns gerade noch die Eis- und Dessertkarte ausgehändigt hatte, kam geknickt zurück und korrigierte ihren Fehler: ... und außerdem soll ich Ihnen ausrichten, daß wir auch noch Panna Cotta haben. Serviert wurde daraufhin ganz schelmisch eine (!) große Schale Panna Cotta mit zwei Löffeln, über der wir uns in der Mitte des Tisches näher kommen mußten. Da hat uns doch sicher jemand amüsiert zugesehen, wie wir das Ding blank geschleckt haben. ;)
Wir hatten viel Freude und großen Spaß beim Essen. Vielen lieben Dank, Herr Smutje! Wir wissen solche Dinge sehr zu schätzen. Und es hat uns gefreut, Dich zu sehen.
Ach ja, was natürlich jetzt nicht geht: die Ergebnisse des Testessens hier breitzutreten. Man kann ja nicht seine Lieblingsköche gegeneinander ausspielen. Und einfach zu sagen „Beide auf ihre Art gleich gut“ wär mir jetzt wieder zu betulich. Ich möcht ja die Frage schon im Raum stehen lassen. *evilgrin*
 

Strand mit Beanies

Wir wollten ja nur mal kurz am Strand entlang, das Meer genießen. Jetzt, drei Stunden später, sind wir fix und fertig. (Für Kysira: Biz şimdi çok yorgunuz. *gg*)
Am Strand entlang kommt ja zuerst mal nix außer viel Natur. Dünen links, Meer rechts, Möwen oben. Sehr beschaulich. Dann haben wir die Strandkörbe von Karlshagen gesehen, die zunächst gar nicht so weit weg gewirkt haben. Also war der Plan: Auf nach Karlshagen, Kaffee und Kuchen, dann zurück durch den Wald.
Die Sache ist nur die: Diese Strandkörbe haben was von einer Fata Morgana - „so nah und doch so fern“. Man stapft und stapft und stapft durch den Sand, ohne den Dingern näher zu kommen. Dafür kommt man anderen Dingen näher: Der Strand bei Karlshagen zieht nämlich als „Sportstrand“ ganz anderes Publikum an als das charmante Stückchen Niemandsland, auf dem wir unsere Hosen fallen lassen. Da spielen talentierte junge Menschen Volleyball; da sieht man noch die mittlerweile fast wieder ausgestorbenen Hipster komplett mit Brille, Beanie (!) und ewig langen Beinen, die bis zum Boden reichen; da sitzt ein Gör direkt am Wasser und hat einen Laptop auf den Knien („Facebook am Handy ist sooo 2014“);... Kurz: Es gibt auch hier viel zu sehen. *LOL*
Den Abschnitt mit den Strandkörben haben wir Ewigkeiten später erst erreicht. Wir sind dort dann aber sofort ins Strandhotel abgebogen, haben unsere zerschundenen Knochen wieder eingerenkt und unsere Flüssigkeitstanks mit „Apfelschorle“ aufgefüllt. Nix Kaffee und Kuchen.
Zurück gings, wieder ächzend und schnaufend, durch den Wald. Mit dem Fahrrad ist die Strecke ein Katzensprung. Wir hätten nie gedacht, daß uns das so müde macht... Naja, wenigstens haben wir uns jetzt das Abendessen redlich verdient. :)
 

Verkehrte Welt: „Gscheitwaschl“

Auf meine Kosten (Roaming!) bezeichnet mich mein in Oberösterreich lebender Lieblingsethem (wer ihn noch nicht kennt: Er ist Türke) als „Gscheitwaschl“ und erweitert damit meine Kenntnis des heimatlichen Vokabulars.
Der Anlaß: Ich hab mir die Freiheit genommen, sein fehlerhaftes Türkisch zu korrigieren. *LOL*
(Und ich kann mir ganz genau vorstellen, wie der Daniel jetzt reagiert.)
Das läuft doch alles irgendwie verkehrt, oder? :)
Ach ja: Bilmiş. Gscheitwaschl heißt Bilmiş. Das hätt er schreiben sollen. Net „Gscheitwaschl“.
 

Zahnarztattacke

Zu den schönsten Dingen am Friesenhof gehören seine angenehme Gäste. Viele junge Familien mit gut erzogenen, lustigen Kindern teilen sich Restaurant und Terrasse mit schlurfenden Pensionisten in kurzen beigen Hosen, Socken und Sandalen. Das macht in Summe eine Mischung, in der wir uns sehr, sehr wohl fühlen. Hier versucht niemand zu protzen oder sich irgendwie blöd in Szene zu setzen. Es ist eben alles echt. Sein statt Schein.
Zumindest war es so. Bis gestern.
Himmelherrschaft! Wo kommen solche Menschen bloß her?! Wo wächst sowas? Und gleich eine ganze Gruppe davon, geschätzte 4-5 Paare ohne Kinder, dafür mit Pferd... und halt gar so toll. Die wichtigen Unterhaltungen am Frühstückstisch... Die gscheiten Konversationen beim Abendessen... Drei unausgeschlafene Kleinkinder am Nebentisch wären nicht so laut und schlecht erzogen wie diese Zahnarztschnösels, die in der Gruppe alle Hemmungen fallen lassen und sich benehmen, als wären sie allein hier - oder als hätten die sympathischen Familien ohne Markenklamotten spätestens mit der Geburt des ersten Kindes ohnehin alle Rechte verloren.
Wir müssen unsere Plätze beim Essen jetzt strategisch klug wählen.
 

U-Boot-Shop - das Zentrum der Insel

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„Frag doch Maik“, heißt es hier immer, wenn jemand uns die gewünschte Auskunft nicht geben kann. Der U-Boot-Shop in Peenemünde ist nun mal das Zentrum der Insel, Maik weiß alles. :)
Tatsächlich haben wir heute von ihm erfahren, daß wir zum Gartencenter Wuttig in Zinnowitz müssen, dort aber weder Kaffee noch Kuchen bestellen werden können. Außerdem durften wir ganz allein auf den Shop aufpassen. Maik hat uns zur Belohnung versprochen, daß er bei Elke Pupke ein gutes Wort für uns einlegen wird: Vielleicht dürfen wir in ihrem nächsten Krimi als Leichen mitspielen. Die Todesart wär uns egal. (Grundsätzlich hat ers sehr amüsant gefunden, daß wir die Usedom-Krimis in Wien gelesen und seine Fast-Hauptrolle darin entdeckt haben.)
So ist das hier: Da kommt man schon seit über 10 Jahren in diesen Shop und erfährt doch bei jedem Besuch was Neues. Aufregend! ;)
Ach ja: Uns wurde auch versichert, daß wir das eifersüchtige Rennen um den beliebtesten Stammgast allein durch den Exotenbonus gewinnen. Das klang fast nach einem Kompliment... bis ers konkretisiert hat mit: „So wie dieses Bob-Team aus Jamaika, die konnten ja eigentlich auch nicht viel, aber...“ *LOL*
 

Toter Hund, sehr gesund!

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Café am Deich mal wieder. „Solls die Karte sein oder Zaubermond und Konsul?“ Hier hat die Stammkundenbetreuung den Betreiberwechsel überlebt. :)
Den Lackmustest besteht der Frühstücksprinz, wie er bei unserer Bestellung von „totem Hund“ (fast) ernst bleiben kann. (Es zuckt schon verdächtig um die Mundwinkel, aber durchaus charmant. *gg*)
Unser Glück war, abgesehen vom Zaubermond, totem Hund und freundlicher Bedienung, daß wir grad noch einen Platz ergattern konnten. Der Laden brummt heute. (Wir würden ja gern mal herkommen, wenn weniger los ist... Wenn man auch a bisserle plaudern kann. *gg*)
Ob wir auf der Heimfahrt nach Trassenheide die Kalorien vom Hund wieder abstrampeln?
 

Brücke hoch

Fast war ich beunruhigt: Über Jahre hinweg war „Brücke hoch“ - „Brücke runna“ das Aufregendste, was die Tage hier zu bieten hatten. (Das ist die Entspannungsphase, in der die Augen nicht mehr fokussieren können und fix auf „unendlich“ eingestellt sind.)
Heuer: keine Brücke. Eine ganze Woche nicht. Da werden doch nicht die Bäume zu hoch gewachsen sein?
Gottseidank war die Sorge unbegründet. Jetzt gerade haben wir „Brücke hoch“, in einigen Minuten dann wieder „Brücke runna“. Die Welt ist wieder in Ordnung. :)
 

Strandabend

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Und weil es nach dem Hafenfest ja auf dem Weg lag, sich also fast aufgedrängt hat: Straaand! Die letzte Stunde (OK, ein bißchen mehr...) vor dem Abendessen haben wir noch am Strand zugebracht, den wir uns nur ganz zu Beginn mit einer Familie teilen mußten. Irgendwann waren die dann weg und wir allein mit Möwen, Wellen und Sonnenschein.
Ich wär fast eingeschlafen. ;)
 

Hafenfest Karlshagen

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Ein Boot, das auf den Namen „Plumps“ hört; Bratwurst im Brötchen; Pommes mit Ketchup; Crêpes mit Zucker und Zimt; ein Horror-Labyrinth, bei dem vor allem die Jungs an der Kasse ein bißchen Angst machen; bekannte Gesichter... Hafenfest in Karlshagen ist!
Wir haben den Nachmittag perfekt erwischt (vor einem kurzen Regenguß hat uns der Crêpes-Stand beschützt) und überlegen, ob wir beim Heimfahren noch kurz den Strand aufsuchen sollen. Warm genug wär uns... :)
 

Smutje, die Kür

Siehst Du, Frau Kysira, deswegen können wir nicht schon nach einer Woche wieder zurück und Dir die Gschichtln erzählen:
Herr Smutje hat uns heute kurz nach dem Frühstück einen Gegenbesuch abgestattet! Wie nett! :)
Über eine Stunde haben wir uns verplaudert. Ich weiß jetzt mehr über den großen Tag im September, die Zähne des jüngsten Familienmitglieds, Fixed Gear Bikes, kurzfristig geplante Feiern und das Wohlbefinden der Königin... Außerdem haben wir fachmännisch dem besten Reitersmann der Insel bei der Arbeit zugesehen. (Smutje: „Er soll mal den Rücken gerade halten und den Bauch einziehen!“ *LOL*) Die Zeit ist viel zu schnell verflogen und ich fürchte, daß Herr Smutje bei seinen anschließend geplanten Besorgungen ein bißchen ins Strudeln geraten sein könnte - immerhin muß er ja arbeiten auch noch heute. Urlaub haben nur wir. Umso mehr wissen wir den Besuch zu schätzen.
Fein wars, gfreut hats uns! Das Beste am Urlaub im hohen Norden sind ja doch immer noch die lieben Menschen hier.
 

Kleiner Onkel - check!

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Die letzte große Aufgabe des Urlaubs ist erledigt: Wir haben die Primavera in Zinnowitz besucht. :)
Der kleine Onkel ist noch dort. Damit haben wir den letzten unserer Ex-Friesenhöflinge abgehakt. (Zumindest die, von deren Verbleib wir wissen.)
Der kleine Onkel und einer seiner Kollegen sind aber heuer die einzigen bekannten Gesichter dort. Irgendwie riechts nach Neuübernahme... andererseits dann aber auch wieder nicht, weil die Karte und die interne Betriebssprache gleich geblieben sind. Alles sehr mysteriös. Die zwei ?? haben einen neuen Fall, scheint mir.
Für heute Abend hat das zweierlei bedeutet:
Einerseits ist unser Status als langjährige Stammgäste fürs Erste perdu. Nix mehr Bruscetta-Tellerchen, nix mehr mit Gewalt einen Tisch für uns freiboxen. Das müssen wir uns in den nächsten 10 Jahren erst langsam wieder aufbauen.
Andererseits und vor allem aber zieht das neue Personal eine Show ab, für die man dort Unterhaltungszuschlag verrechnen könnte. Das Überreichen der Speisekarte an ein kleines Mädchen gerät zur Stand-Up-Comedy, das Einander-Ausweichen in den engen Gängen zwischen den Tischen ist Slapstick... Ein verschüttetes Glas Limonade am Nebentisch hat die halbe Terrasse 10 Minuten lang unterhalten (und am allerbesten die „begossene“ Familie, die noch am wenigsten Grund zum Lachen gehabt hätte). Es würd mich nicht wundern, wenn die ganze Servicetruppe vor ihrem Wechsel ins Gastgewerbe im Zirkus gearbeitet hätte. :)
Jedenfalls sind das durchwegs Menschen, die wir gerne beobachten... auch deshalb, weil sie unterhaltsam sind. *LOL*
 

Smutje treffen

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Was am Foto eher nach einer Waldlichtung aussieht, ist die hintere Terrasse des Hotels Kaliebe. Irgendwie hatten wir dieses Haus bisher so gar nicht am Radar, weils auch so ein bißchen abseits der gelernten Radroute liegt.
Heute hat uns die Neugierde hingetrieben: Unserem Lieblingssmutje hats nach zu vielen Ösi-Sommern mit uns gereicht und er hat versucht, sich dort vor uns zu verstecken.
Tja. Netter Versuch. War aber nix.
Wir zwei sind nämlich frisch und munter hin, haben uns als Kuchen- und Eiskonsumenten getarnt und ihn, kaum daß das süße Zeug am Tisch stand, aus der Küche zu uns beordern lassen: „Hat er gerade Dienst? Er soll kommen, die Gäste aus Österreich sind jetzt da!“ (Die Kellnerin war schon kurz mal etwas verblüfft. *LOL*)
Es war sooo schön, ihn endlich wieder zu sehen. Seit dem letzten Sommer gabs ja nur Mails und Telefonate. Da ist es schon ganz ein anderes Gefühl, wenn man herzlich umarmt wird und die neuesten Geschichten von der kleinen Familie aus Trassenheide City von Angesicht zu Angesicht erzählt bekommt.
Das muß wiederholt werden. Jetzt, wo das Versteck aufgeflogen ist, kommts auf ein weiteres Mal auch nicht an. :)
 

Strand al dente

Es gibt diese Faustregeln für die Küche: Wann genau ist das Steak al dente? Wann sind die Spaghetti innen zartrosa?
Wir haben jetzt herausgefunden, daß es sowas auch für den Strand gibt. Man beobachtet vom Zimmerfenster aus den Waldrand beim Bahnübergang. Sobald dort die ersten Touristen sichtbar werden und in Richtung Halbpension tröpfeln, ist der Strand perfekt und kann genossen werden.
Ich liebe das Rauschen der Wellen und den Blick zum Horizont. Es kann kaum was Schöneres geben. Entspannung pur.
 

Karlshagen - check

Fahrradausflug nach Karlshagen. Ich lese gerade in meinem eigenen Blog: Gleiches Programm wie letztes Jahr, Apotheke und Eiskaffee im „La Residenza“. Wir werden vorhersehbar. :)
Der einzige Unterschied liegt in der Bedienung. Der Frühstücksprinz ist ja ein Stück weiter nach Peenemünde gerückt, also hat Ronny dort seinen Platz überkommen. Im Ergebnis ändert sich nichts: Wir sind bekannt, werden freundlich begrüßt und vor allem mit relevanten Informationen versorgt. So lob ich mir das, gerne wieder. :)
 

Grillabend I

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Aaah! Grillabend! Natürlich haben wir, siehe Foto, nur eine kleine Portion Obst gegessen... *LOL*
Nein, selbstverständlich nicht. Die Obstauswahl war zwar verführerisch und jeder von uns hat 2x zugeschlagen bei diesen süßen Vitaminbomben. Trotzdem war die Taktik nur allzu leicht zu durchschauen und der beste Koch der Insel konnte ein Grinsen nicht unterdrücken, wie er die auf den kleinsten Tellern zusammengedrängten Melonen- und Ananasscheiben gesehen hat. Er wußte ja, was wir tatsächlich gegessen hatten... :)
Der Grillabend bietet hier von Jahr zu Jahr mehr Abwechslung. Natürlich sind Nudelsalat, Eapfüsolod, Bratwurst und Co. nach wie vor dabei. Wir hatten heute aber auch einen Shrimpsteller, verschiedene Mehlspeisen und den neuen Star des Abends: selbstgebastelten Burger. Da gibts heuer alles, was der gute Burger braucht, direkt am Grillbuffet. Salat, Tomaten, Käsescheiben, warme Buns, Saucen... und dann natürlich die frisch gegrillten Fleischlaberl, die man - Beziehungen vorausgesetzt - dem Koch quasi direkt vom Feuer wegschnappt und aufs Brötchen legt. Superfeine Idee.
Der Abend klingt gerade mit einem Hugo („Huuugo!“) aus, der beste Koch der Insel unterhält uns mit launigen Anekdoten (eine Gesellschaft, die wir sehr genießen) und ganz nebenbei baue ich hier einen Handel mit - ... aber das ist eine andere Geschichte. *LOL*
 

Handydrama und Strandpapas

Jetzt weiß ich, was ich in Wien vergessen habe: Mein Strandhandy, das gute alte Nokia 6320. Es wird heuer also keine Spontanaufnahmen meiner schneeweißen Schenkel geben, die sich vom tiefblauen Himmel über der Ostsee abheben. Das ist schon ein mittleres Drama, ein Urlaub ohne Strandfotos. :(
Natürlich hält uns das nicht generell von Strandbesuchen ab - heute zur Abwechslung mit dem Touristenstrom, also am späteren Vormittag. Lustig nur der Unterschied in der Ausstattung: Andere ziehen ihre Strandutensilien auf Anhängern hinterm Fahrrad her und sind dann stundenlang damit beschäftigt, Strandmuscheln, Windschutz und Schirm so in den Sand zu hämmern, als würden sie ein Eigenheim bauen. Wir hingegen haben mit: Sonnencreme und eine Bastmatte. Lebt sich doch viel entspannter so. :)
Highlight und Gesprächsstoff sowohl am Strand (dort sehen wirs nicht so oft, weil wir sonst ja antizyklisch unterwegs sind) als auch am großen Sandspielplatz des Hotels:
Leidenschaftlich spielende Papas, die ihre Kinder offenbar nur als Ausrede in den Urlaub mitnehmen, um selbst wieder im Sand buddeln zu können. Gestern erst beim Abendessen: Ein Bär von einem Mann, Glatze, Vollbart, Schultern so breit wie der Kleiderschrank in unserem Zimmer... sitzt im Sandkasten und backt mit aufgeregtem Eifer und großer Begeisterung einen Sandkuchen nach dem anderen, während seine beiden Kinder ihm eher gelangweilt zusehen und kein Interesse an den Förmchen zeigen. Oder eben heute am Strand: Der Papa (nicht ganz so breit, eher der Typ „Sportschwimmer“) bringt seine kleinen Tochter pro forma neben sich in Position, während er den Drachen steigen läßt oder eine Sandburg baut. Das Mädchen zeigt zwar keinerlei Interesse, muß aber alibihalber die Stellung halten, damit's nach „Ich spiel ja nur mit meinem Kind“ aussieht.
Wir fragen uns, ob die Kurverwaltung solche Alibi-Kinder stundenweise vermietet: Sandförmchen gibts im Hotel, das haben wir schon rausbekommen. :)
 

Spezialmenü

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An einem strahlenden Abend, nach Peenemünde und Pool, war Abendessen angesagt. Wir hatten sowas wie Soljanka und Schnitzel im Sinn.
Tja... Der Mensch denkt, der beste Koch der Insel lenkt. Es wurde eine mehrgängige Orgie aus Melonen, Shrimps, Rippchen, Erdbeeren, Lamm, Gemüse, Lachs,... ich weiß gar nicht mehr, was wir alles auf den Tellern aufgeschichtet vorgefunden haben. (Und falls sich jetzt jemand über mich wundert: Yep, den Lachs und die Shrimps hab ich trotz meiner Unterwasser-Allergie genossen. Ich war sogar als erster fertig. *LOL* Nur die Muscheln hab ich geteilt.)
Sooo fein! Zartestes Fleisch, wunderbarste Kompositionen, genial zubereitet... Mhmhm! Und am besten überhaupt natürlich wieder die neidischen Blicke von den Nebentischen jedes Mal, wenn der Koch persönlich uns die nächste Portion serviert und im Detail erklärt hat. Also ganz ehrlich: Das ist schon etwas sehr Besonderes. Ich glaub, wir kommen hier wieder her zum Essen. ;)
 

Pooooool!

Wenn die Wadln so richtig heißgelaufen sind vom Radlfahren, brauchts Abkühlung im Wasser - und ein bißchen Entspannung unter blauem Himmel zum Seele-baumeln-Lassen.
Wir haben uns der allgemeinen Erschöpfung wegen für Pool statt Strand entschieden, was sicher kein Fehler war. Sonnenterrasse, Pool, Sonnenterrasse, ... und wie immer an Tagen, die bedeckt und unfreundlich beginnen: alles fast menschenleer. Die Touristen setzen sich an solchen Tagen nach dem Frühstück in ihre Autos und ziehen ihr „Schlechtwetterprogramm“ durch, ganz egal wie der Tag sich entwickelt. Da passen Sonnen und Schwimmen nicht ins Konzept. :)
 

U-Boot-Shop

Auch Maik war vorgewarnt. Die Buschtrommeln auf der Insel funktionieren zuverlässigst. :)
Ein bißchen entsetzt war er, daß wir die bisherigen Urlaubstage als „erholsam“ beschrieben haben. Da machen wir was falsch, sagt er. In Deutschland sei das so nicht üblich. :)
Apropos Deutschland: Den anderen Kunden des U-Boot-Shops stellt er uns als waschechte Insulaner vor, die nur wegen eines mehrjährigen Aufenthalts in Wien so seltsam reden. Wir nehmens als Komplinent und kaufen das neue Stück im Sortiment: eine schicke Tasche, in die man die vielen kleinen Strandutensilien packen kann.
 

Café am Deich - kalorienreich :)

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Unser erster längerer Radausflug führt uns nach Peenemünde. Die abgestrampelten Kalorien holen wir uns im Café am Deich zurück.
Dort neu: Der Frühstücksprinz hat das Lokal übernommen! Von ihm haben wir vor über 10 Jahren unser erstes Frühstück auf der Insel bekommen, jetzt serviert er hier Zaubermond und Schmandtorte. Das hat schon auch was Nettes. :) (Und: Nein, diesmal hat er sich nicht geschreckt. Er war vorgewarnt vom Friesenhof. *gg*)
 

Ostseezipfel

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Zum Abendessen gings per Fahrrad. Pizza. Das Lokal mit dem lustigen Servicekonzept. :) Sehr gut wars aber.
Zuhause im Friesenhof - grande catastrophe. Meine Güte, wir bringen wirklich Pech. Alles Gute, kann ich nur sagen.
Aufgehellt hat sich die Stimmung wieder beim Dessert. Ostseezipfel, Minzparfait und Tränen in den Augen vor Lachen (Ankelik zor). *LOL*
 

Erster Strandtag

Und ums für Fräulein Kysira zu konkretisieren: Burada deniz çok güzel! :)
Wir hättens ja in der Früh nicht für möglich gehalten. Das Wetter ist heuer generell kühler als in den letzten Jahren, gestern hats mordsmäßig geregnet und heute bei unserem ersten Fahrradausflug (wie üblich in die Kaufhalle - dort ist jetzt alles verkehrtrum) hab ich den Wind unangenehm kalt empfunden. Nach dem Kuchenbuffet (das zu einer nicht-optionalen sozialen Konvention geworden ist) hatten wir daher zunächst nur einen kleinen Spaziergang durch den märchenhaft duftenden Wald geplant.
Dann aber hat uns das Rauschen des Meeres an den fast menschenleeren Strand gelockt... der Wind hat nachgelassen... die Sonnenstrahlen haben sich ihren Weg durch die Wolken gebahnt... Kurz: Aus den mitgebrachten Jacken wurden Strandmatten, die sonstigen Textilien wurden abgenommen oder neu arrangiert und schon wars der klassische „Wir liegen in den Dünen und schauen aufs Meer“-Nachmittag. So schön!
Irgendwann später sind wir dann noch zu einem Strandspaziergang aufgebrochen und in einem weiten Bogen zurück durch den Wald zum Hotel. Çok güzel! :)
Ach ja: Eis braucht man heuer am Strand keines kaufen, soweit wir sehen konnten.
 

Bisikletlerimiz var

In poetischer Weise verbinde ich Inhalt und Sprache zu einem auf die Zielgruppe zugeschnittenen Gesamtkunstwerk: Bisikletlerimiz var - wir haben Fahrräder! Ab jetzt sind wir also bobomobil und die Insel ist nicht mehr vor uns sicher. :)

Witzig: Ich erkenne den Wagen des Fahrradverleihs mittlerweile am Geräusch der Fahrertür. Wir sind eindeutig zu oft da. *LOL*

 

Meer: Noch da :)

strandtag115Das Meer ist noch da, der Strand ist noch da, der Wald ist noch da, die Dünen sind noch da... Alles perfekt! Kurz vor dem Abendessen waren wir noch spazieren und haben das Rauschen der Wellen und die Abendsonne genossen. Sooo schön! Wir sollten hier mal Urlaub machen. :)
 

Friesenhof: Nur Salat und Mineralwasser

Salat SportivAhhhh! Wir sind angekommen! Entspannt glotzen wir auf der Terrasse des Friesenhofs mit der Katze um die Wette ins Leere.
Die Girls und Boys von der Insel haben uns wieder einen wunderbaren Empfang bereitet. Im Zimmer unser privater Nutellavorrat, draußen am Holzschiff die österreichische Flagge... Der beste Koch der Insel persönlich serviert Soljanka und setzt sich kurz zu uns, um uns einen kurzen Überblick über alles Wissenswerte der letzten Monate zu geben. Wir fühlen uns geehrt und gebauchpinselt.
Apropos Bauch: Gegessen wird, wie immer auf der Insel, leicht und gesund. Nur Salat und Mineralwasser. So gut wie nur.
 

40 Minuten Verspätung

Na das fängt ja gut an: Unser Zug verläßt Berlin mit 40 Minuten Verspätung (Personen auf den Gleisen). Das Umsteigen in Züssow wird wohl nicht wie geplant klappen.
 

Franzbrötchen

Der Hauptbahnhof in Berlin hält das erste Franzbrötchen meines Lebens für mich bereit. Gut.

Weniger gut: Das keppelnde Wiener Pensionistenpaar, das uns gestern im Schlafwagen schon aufgefallen ist, fährt auch via Züssow auf die Insel. Hoffentlich nicht nach Trassenheide. Wir wollen die einzigen Österreicher im Dorf bleiben! ;)

 

Jolla findet drei Partner in Indien

Sailfish für Indien Wenn alles gut geht, kann Jolla im dritten Quartal 2015 zeigen, ob seine Idee vom „Betriebssystem für lokale Services“ aufgeht oder nicht. In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung werden die Gerüchte der letzten Tage rund um Intex bestätigt. Gleichzeitig aber (und das ist viel wichtiger) steigen mit Snapdeal und Times Internet zwei zusätzliche Partner für Jolla in den Ring, die dem Sailfish-Ökosystem einiges an Gewicht verleihen können.

Intex, der Hardwarepartner, ist eine Art indisches Samsung und baut TV-Geräte, Waschmaschinen, Audio-Equipment, diverses IT-Zubehör und eben Smartphones. Es ist der zweitgrößte Smartphone-Hersteller des Subkontinents und konnte mit seiner auf Android basierenden Produktpalette etwa 10% Marktanteil erreichen. Der Jahresumsatz beträgt € 500 Millionen. Jolla hat sich also nicht unbedingt mit einem kleinen Start-Up ins Bett gelegt.

Wie die Hardware von Intex tatsächlich aussehen wird, steht nicht fest. Die Jolla Presseaussendung läßt vermuten, daß gleich mehrere Modelle in unterschiedlichen Preissegmenten angeboten werden. Angaben, die auf den in diesen Tagen auf dem MWC in Shanghai präsentierten Vorzeigegeräten von Intex basieren, sind aber ziemlich sicher falsch: Es handelt sich um Referenzgeräte von Jolla, die nur das Betriebssystem demonstrieren sollten. Was das Intex-Telefon wirklich kann, werden wir mit etwas Pech erst ab Oktober erfahren.

Wenig überraschend wieder mit an Bord ist Snapdeal, der größte Online-Händler Indiens. Auch das ist ein wirklich großer Partner: Amazon kann am indischen Markt mit Snapdeal nicht mithalten. Schon bisher waren Jolla und Snapdeal in einer engen Kooperation, Snapdeal hatte die exklusiven Vertriebsrechte für das Jolla Phone in Indien. Auf den neuen Intex-Modellen soll diese Rolle erweitert werden: Snapdeal bekommt einen Platz im sogenannten „Partner Space“. Diese Seite der Sailfish 2.0 Benutzeroberfläche ist Jollas zentraler Baustein auf dem Weg zur Weltherrschaft: (Vertriebs-)Partner sollen hier ihren direkten Kanal zum Kunden erhalten. (Tatsächlich ist dieses Konzept auch im derzeitigen Jolla Phone verbaut. Außer für eine Angry Birds Edition wurde es aber, soweit ich informiert bin, nie verwendet.)

Der letzte im Boot ist das Medienunternehmen Times Internet, das zur The Times of India Group gehört. Times Internet betreibt nicht nur eine Reihe von großteils unterhaltungs- und lifestyleorientierten Webportalen (wie Indiatimes), sondern auch ein soziales Netzwerk und den Musik-Streamingdienst Gaana. Zumindest die Integration von Gaana in den Partner-Space hat Times Internet in der Presseaussendung von Jolla in Aussicht gestellt.

Was mich persönlich an der Sache verwundert ist die Größe der Partner: Jolla mit seinen immer noch nur rund 100 Mitarbeitern hat drei Mitstreiter gefunden, die zu den größten des Landes gehören. Das alles spielt sich in einem Markt von über einer Milliarde potentiellen Konsumenten ab. Die EU, Jollas bisheriges Zielgebiet, ist nicht einmal halb so groß. Es wird also jetzt wirklich, wirklich ernst und ich bin sehr gespannt, ob die Idee aufgeht und die Intex-Geräte von den Konsumenten angenommen werden.

 

Jolla: Björnträsket

Sailfish 1.1.7 Björnträsket Björnträsket ist ein See etwa eine Autostunde östlich von Helsiniki. Sein schwedischer Name (der so etwas wie „Bärensumpf“ bedeuten soll) hängt wahrscheinlich mit der starken schwedischen Minderheit in Finnland zusammen.

Björnträsket ist auch der Name des neuesten Betriebssystem-Updates für mein Jolla Phone. Es trägt die Versionsnummer 1.1.7 und wurde heute im Rahmen des „Early Access“-Programms freigegeben.

Die unmittelbar sichtbaren Verbesserungen konzentrieren sich diesmal auf die Unterstützung für Android-Programme. Wie weit sie sich im System breit machen dürfen, kann nun in der Systemsteuerung individuell pro Programm geregelt werden. Daneben werden Verbesserungen bei Bluetooth Audio und beim Zertifikatsmanagement als Highlights genannt. Ebenso werden endlich verschiedene Layouts für Hardware-Tastaturen unterstützt.

Über 450 Verbesserungen in mehr als 100 Komponenten sorgen unter der Haube dafür, daß das Gesamtsystem wieder ein Stück runder und besser läuft. (Die eine oder andere Vorbereitung auf Sailfish 2.0 ist natürlich ebenfalls dabei.) Besonders hervorzuheben ist dabei das Update der Toolchain, das eine Neuinstallation von vielen Programmen auch dann erforderlich macht, wenn sich an ihnen ansonsten gar nichts geändert hat. Ein detailliertes Changelog gibt es auf TJC.

Daß Björnträsket ausgerechnet diese Woche erscheint, hängt mit Sicherheit auch mit dem Mobile World Congress in Shanghai zusammen, der heute eröffnet wurde. Jolla hat für diese Messe Neuigkeiten bezüglich des Sailfish Lizenzgeschäfts angekünigt; gerüchteweise ist der indische Hersteller Intex Jollas neuer Partner für den dortigen Markt, der doppelt so groß ist wie die EU. Wenn diese Gerüchte stimmen, soll das neue Gerät morgen präsentiert werden.

 

Die Welt retten

Mitten in Wien, am Hernalser Gürtel, hat bis heute der Zeitzünder einer vergessenen alten Atombombe der UdSSR getickt. Wir haben ihn angehalten und die Bombe entschärft - 16 Minuten vor ihrer Detonation. Keine Ursache. ;)

Exit The Room heißt das Spiel, in dessen Rahmen man so vertrackte Aufgaben lösen muß. Man spielt es in einem unauffälligen Hinterhof am Hernalser Gürtel 20. Der Anbieter hat verschiedene Räume eingerichtet, die Idee ist aber immer die gleiche: Man läßt sich für 60 Minuten einsperren und muß dort Hinweise sammeln, die der Reihe nach zur Lösung, zum Ziel führen. In unserem Fall war das Ziel die Entschärfung der Bombe, in einem anderen Fall ist es einfach nur die Flucht aus dem Raum.

Wir Bombenentschärfer waren zu fünft, und obwohl die Homepage eine Obergrenze von sechs Teilnehmern angibt: Mehr als fünf Erwachsene sollten es rein aus Platzgründen nicht sein. Die zu lösenden Rätsel bieten ausreichend Glücksmomente. Der Moment, in dem die ganze Gruppe Ahhhhh! ruft, weil endlich der Zahlencode fürs Vorhängeschloß geknackt ist - Glückshormone pur. :)

Überhaupt steht der Spaß im Vordergrund. Ein „Moderator“ überwacht das Geschehen und kann per Funkgerät steuernd eingreifen, wenn sich die Gruppe zu sehr vom Ziel entfernt. (Bei uns war das einmal notwendig, weil wir die an sich richtige Lösung fürs Entschlüsseln der Safe-Kombination gefunden hatten, sie aber wegen eines trivialen Rechenfehlers nicht funktioniert hat. Da sich der Safe nach drei Fehleingaben komplett sperrt und wir ja eigentlich am richigen Weg waren, wurden wir darauf hingewiesen.) Man kann diesen Moderator auch aktiv um kleine Hinweise bitten, wenn man grad so überhaupt keine Idee mehr hat, wie's weiter geht.

Wir waren supertoll und haben die Bestzeit für den „Bombenraum“ aufgestellt. Bestzeit der Woche. An einem Dienstag. :) Naja, immerhin, Wien ist nicht in die Luft geflogen und die Bombe kann für die nächsten Spielteilnehmer wiederverwendet werden. Viel Spaß damit. ;)

 

Money, Money, Money

Haufenweise Cent-Münzen „Geh, hilf der Oma beim Sortieren vom Kleingeld!“ Ich möcht ja nicht wissen, wie viele Enkerl diesen Spruch immer wieder hören und der Oma dann die Kupfermünzen aus dem Geldbörserl fischen.

Man braucht aber keine Oma für sowas. Ein Ministerialrat tuts auch. Ich durfte in der Münzdose kramen und hab jetzt € 51,50 in 50-Cent-Münzen. Damit ist der hier beschriebene akute Kleingeldmangel fürs Erste Geschichte, ich kann mit sauberer Wäsche in den Urlaub fahren.

Juppidu!