Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Smutje: Das Testessen

Weil wir uns das Abendessen durch den Strandspaziergang redlich verdient hatten und weil ein Testessen an Smutjes neuem Arbeitsplatz (Hotel Kaliebe) ohnehin überfällig war, haben wir das eine mit dem anderen verbunden: Rauf auf die Räder und durch den Wald in die City gestrampelt. Weils ja von uns ausdrücklich als Testessen gedacht war, haben wir uns auch nicht extra angekündigt. Der Herr Smutje wußte, daß wir grundsätzlich im Lauf der drei Wochen mal dort antanzen wollten, eh klar. An welchem Tag aber genau, das blieb offen.
Wir haben uns also ein lauschiges Plätzchen gesucht, bestellt, die ersten Happen genossen und sind uns wahnsinnig geheimnisvoll dabei vorgekommen („Ob er heute überhaupt Dienst hat?“), da hat er uns schon aus der halb offenen Küchentüre heraus fröhlich zugelächelt mitten in der gebratenen Hendlbrust. Wahrscheinlich haben ihm die Kellnerinnen gsteckt, daß da draußen Gäste sitzen, die richtiges Deutsch sprechen. *LOL*
Von da an war die Idee mit dem „anonymen Testessen“ natürlich nicht mehr durchzusetzen. Dafür haben wir, obwohl wir zum ersten Mal dort gegessen haben, die Sonderbehandlung genossen: Die Kellnerin, die uns gerade noch die Eis- und Dessertkarte ausgehändigt hatte, kam geknickt zurück und korrigierte ihren Fehler: ... und außerdem soll ich Ihnen ausrichten, daß wir auch noch Panna Cotta haben. Serviert wurde daraufhin ganz schelmisch eine (!) große Schale Panna Cotta mit zwei Löffeln, über der wir uns in der Mitte des Tisches näher kommen mußten. Da hat uns doch sicher jemand amüsiert zugesehen, wie wir das Ding blank geschleckt haben. ;)
Wir hatten viel Freude und großen Spaß beim Essen. Vielen lieben Dank, Herr Smutje! Wir wissen solche Dinge sehr zu schätzen. Und es hat uns gefreut, Dich zu sehen.
Ach ja, was natürlich jetzt nicht geht: die Ergebnisse des Testessens hier breitzutreten. Man kann ja nicht seine Lieblingsköche gegeneinander ausspielen. Und einfach zu sagen „Beide auf ihre Art gleich gut“ wär mir jetzt wieder zu betulich. Ich möcht ja die Frage schon im Raum stehen lassen. *evilgrin*

Strand mit Beanies

Wir wollten ja nur mal kurz am Strand entlang, das Meer genießen. Jetzt, drei Stunden später, sind wir fix und fertig. (Für Kysira: Biz şimdi çok yorgunuz. *gg*)
Am Strand entlang kommt ja zuerst mal nix außer viel Natur. Dünen links, Meer rechts, Möwen oben. Sehr beschaulich. Dann haben wir die Strandkörbe von Karlshagen gesehen, die zunächst gar nicht so weit weg gewirkt haben. Also war der Plan: Auf nach Karlshagen, Kaffee und Kuchen, dann zurück durch den Wald.
Die Sache ist nur die: Diese Strandkörbe haben was von einer Fata Morgana - „so nah und doch so fern“. Man stapft und stapft und stapft durch den Sand, ohne den Dingern näher zu kommen. Dafür kommt man anderen Dingen näher: Der Strand bei Karlshagen zieht nämlich als „Sportstrand“ ganz anderes Publikum an als das charmante Stückchen Niemandsland, auf dem wir unsere Hosen fallen lassen. Da spielen talentierte junge Menschen Volleyball; da sieht man noch die mittlerweile fast wieder ausgestorbenen Hipster komplett mit Brille, Beanie (!) und ewig langen Beinen, die bis zum Boden reichen; da sitzt ein Gör direkt am Wasser und hat einen Laptop auf den Knien („Facebook am Handy ist sooo 2014“);... Kurz: Es gibt auch hier viel zu sehen. *LOL*
Den Abschnitt mit den Strandkörben haben wir Ewigkeiten später erst erreicht. Wir sind dort dann aber sofort ins Strandhotel abgebogen, haben unsere zerschundenen Knochen wieder eingerenkt und unsere Flüssigkeitstanks mit „Apfelschorle“ aufgefüllt. Nix Kaffee und Kuchen.
Zurück gings, wieder ächzend und schnaufend, durch den Wald. Mit dem Fahrrad ist die Strecke ein Katzensprung. Wir hätten nie gedacht, daß uns das so müde macht... Naja, wenigstens haben wir uns jetzt das Abendessen redlich verdient. :)