Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Verkehrte Welt: „Gscheitwaschl“

Auf meine Kosten (Roaming!) bezeichnet mich mein in Oberösterreich lebender Lieblingsethem (wer ihn noch nicht kennt: Er ist Türke) als „Gscheitwaschl“ und erweitert damit meine Kenntnis des heimatlichen Vokabulars.
Der Anlaß: Ich hab mir die Freiheit genommen, sein fehlerhaftes Türkisch zu korrigieren. *LOL*
(Und ich kann mir ganz genau vorstellen, wie der Daniel jetzt reagiert.)
Das läuft doch alles irgendwie verkehrt, oder? :)
Ach ja: Bilmiş. Gscheitwaschl heißt Bilmiş. Das hätt er schreiben sollen. Net „Gscheitwaschl“.

Zahnarztattacke

Zu den schönsten Dingen am Friesenhof gehören seine angenehme Gäste. Viele junge Familien mit gut erzogenen, lustigen Kindern teilen sich Restaurant und Terrasse mit schlurfenden Pensionisten in kurzen beigen Hosen, Socken und Sandalen. Das macht in Summe eine Mischung, in der wir uns sehr, sehr wohl fühlen. Hier versucht niemand zu protzen oder sich irgendwie blöd in Szene zu setzen. Es ist eben alles echt. Sein statt Schein.
Zumindest war es so. Bis gestern.
Himmelherrschaft! Wo kommen solche Menschen bloß her?! Wo wächst sowas? Und gleich eine ganze Gruppe davon, geschätzte 4-5 Paare ohne Kinder, dafür mit Pferd... und halt gar so toll. Die wichtigen Unterhaltungen am Frühstückstisch... Die gscheiten Konversationen beim Abendessen... Drei unausgeschlafene Kleinkinder am Nebentisch wären nicht so laut und schlecht erzogen wie diese Zahnarztschnösels, die in der Gruppe alle Hemmungen fallen lassen und sich benehmen, als wären sie allein hier - oder als hätten die sympathischen Familien ohne Markenklamotten spätestens mit der Geburt des ersten Kindes ohnehin alle Rechte verloren.
Wir müssen unsere Plätze beim Essen jetzt strategisch klug wählen.