Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

In hohem Maße beschaulich

Esplanade bei Nacht vom Bett ausOb bei Tag oder bei Nacht: Der Blick aus unserem Ochsenfenster ist in hohem Maße beschaulich. Wir sitzen hier gerade seit einer guten halben Stunde im Erker unseres Zimmers, haben alles Licht abgeschaltet und beide großen Fenster geöffnet. Die Lichter der Esplanade spiegeln sich in der Traun, die ersten Sterne sind zu sehen, das Wasser rauscht und gurgelt … Sehr fein, das alles hier. Wir freuen uns aufs Frühstück. ;)

Bubbles

Eigentlich hätts ja der Zauner werden sollen. Weil der aber außer voll nur voll war, gabs Kaffee und Kuchen im schattigen Garten des Hotels. Danach der zweite Fixpunkt des Tages: Ab in den Pool! Magische Luftbläschen umspielen einen dort von allen Seiten und tragen einen fast ins Träumeland. Auch der Wasserfall ist nett. So eine Nackenmassage zwischendurch - wer sagt dazu schon nein?

Ich hab mir dann glatt noch die Sauna gegönnt. Nicht, daß mir kalt gewesen wär, aber wenn sie schon mal da ist... und leer steht... und zahlen tu ich sie ja. Also rein. Sehr entspannend!

Ein paar abschließende Runden noch im Pool, jetzt sitz ich wieder im Zimmer und höre der Traun beim Fließen zu. Ah! Schön!


Wilde Kerle auf der Traun

Gerade wie wir auf dem Weg zurück zum Hotel am Taubersteg die Traun überqueren, sehen wir in einigen 100m Entfernung Schlauchboote auf uns zukommen. Nanü? Die Traun kanns schon auch, das ist kein ruhiges Bächlein, auf dem kleine Kinder paddeln. Also: stehenbleiben und schauen.

Das dürfte so eine organisierte Traunfahrt gewesen sein. Jedenfalls haben die Leute in den verschiedenen Booten offensichtlich alle zu einer Gruppe gehört. Wilde Kerle allesamt, gefährliche Piraten. Sie hatten mit uns aber genausoviel Spaß wie wir mit ihnen: Der eine hat versucht, uns mit seinem Paddel naßzuspritzen, wie er unter die Brücke reingefahren ist. Der andere lag breit ausgestreckt allein in seinem Boot, streckte uns die Hand mit einem Peace-Zeichen entgegen und schenkte uns ein gutturales „Griaß enk!“ - Ich glaub, der war entspannt. *lol*

Wir müssen in Zukunft genauer auf Piraten achten hier. Die sind lustig. ;)


Bergsteigen

Hütte auf der Katrin AlmGleich nach dem Frühstück (Ei mit Speck, Nutellasemmerl, Tomaten mit Käse überbacken, Marmeladesemmerl, Guglhupf,...) gings zum Spaziergang in Richtung Katrin. Und was macht man, wenn man da unten steht? Richtig: sich auf den Weg nach oben. ;)

Das tut der zivilisierte Ischl-Urlauber in einer Gondel der Katrin-Seilbahn. Davon gibt es viele. Wir jedoch haben ein Einzelstück erwischt: die Hochzeitsgondel! Kinders, ich sags Euch! Ein Traum in Kitsch! Alles Metall ist gülden lackiert. Die Sitze sind gepolstert (rot-gold gestreift), innen ist alles mit rotem Samt ausgekleidet, es liegen zwei Zierpölsterchen drinnen und sogar Vorhänge gibt's! Sa-gen-haft! Sogar Harald Glööckler wäre sprachlos gewesen. ;)

(Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man durch die Fahrt mit der Hochzeitsgondel schon zum Ehepaar wird. Ich muß dort nochmal anrufen und das checken.)

Im Gegensatz zum letzten Jahr: perfektes Wetter und Blick vom Traunsee zum Hallstätter See, vom Höllengebirge bis zum Dachstein. Auf der Hütte oben: duftender Kaiserschmarrn auf jedem zweiten Tisch. Wir konnten kaum widerstehen... tatens aber doch. Richtig gegessen wird beim Ochsen.

Das beste Feature so eines Berges ist übrigens die angenehme Temperatur und die vergleichsweise trockene Luft. Das haben wir so richtig gemerkt, wie wir wieder unten waren. Heiß ist es! Ich tät jetzt nicht in Wien sein wollen...