Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

ESC 2014: Die aktuellsten Wettquoten

Sanna Nielsen Nur noch ein Tag bis zum großen Finale. Die beiden Semifinalshows haben die Wettquoten sauber durcheinander gewürfelt.

Zur Erinnerung: Zum ersten Mal habe ich Mitte März einen Blick darauf geworfen, was sich bei den Buchmachern so tut. Armenien lag an erster Stelle vor Schweden und Norwegen, Österreich kam irgendwo auf Platz 14. Die Doppelspitze Armenien/Schweden hielt sich über Wochen unverändert, Norwegen wurde irgendwann von Dänemark verdrängt … in Summe aber blieben die Top 10 konstant.

Heute sieht das Bild völlig anders aus, auch im Vergleich zur letzten Woche, als ich die Quoten zum letzten Mal veröffentlicht habe:

Rang Land Interpret Song
1 Schweden Sanna Nielsen Undo
2 Österreich Conchita Wurst Rise Like a Phoenix
3 Niederlande The Common Linnets Calm After The Storm
4 Armenien Aram MP3 Not Alone
5 Vereinigtes Königreich Molly Children of the Universe
6 Ungarn András Kállay-Saunders Running
7 Ukraine Maria Yaremchuk Tick Tock
8 Dänemark Basim Cliche Love Song
9 Griechenland Freaky Fortune feat. RiskyKidd Rise Up
10 Norwegen Carl Espen Silent Storm

Es gibt ganz knapp vor dem Finale noch zwei komplette Neueinsteiger, nämlich die Niederlande und Griechenland (Juhu! Griechenland! *gg*). Der Langzeit-Favorit Armenien steht nur mehr auf Platz 4, dafür hat Österreich es sich auf Platz 2 gemütlich gemacht.

In den vergangenen Jahren waren die Wettquoten immer ein recht guter Stimmungsbarometer. Ich bild mir aber ein, daß sie da immer etwas konstanter waren und sich gegen Ende hin eher verfestigt haben, statt sich immer dynamischer zu bewegen. Besonders auffällig ist das Favoritensterben in den Semis: Weder Israel noch Belgien haben das Finale erreicht, beide standen aber bereits in den Top 10 der Buchmacher (Belgien sogar auf Platz 5). Ich bin sehr gespannt, wie richtig oder falsch diese Tabelle heuer ist. Aktuelle Veränderungen gibts laufend bei Oddschecker im Überblick.


ESC 2014: Voting Sheet Finale

Die Finalteilnehmer stehen seit gestern Abend fest, die Startreihenfolge wurde noch in der Nacht bestimmt … Hier ist das beliebte Voting Sheet für das Finale des 59. Eurovision Song Contest in Kopenhagen:

Voting Sheet zum Finale (PDF, 960kB)

Wie üblich: gefundene Fehler möglichst rasch mitteilen bitte, recht viel Zeit zum Ändern bleibt ja nicht mehr. ;)

Häppy Brötchenabend!


ESC 2014: Semi #2 gelungen

Juhu! Wir sind drin! Fast zu 100% gelungen ist das zweite Semifinale des Eurovision Song Contest. Daß es um Größenordnungen besser war als das erste, hat man als Zuseher spätestens beim dritten Song des Abends mitbekommen: Das tief berührende „Silent Storm“ des norwegischen Teilnehmers Carl Espen gehört zum Großartigsten, was Kopenhagen heuer zu bieten hat - und ist natürlich weiter. :)

Ebenfalls weiter ist - ich bin aufgesprungen und hab getanzt vor Freude - Griechenland mit dem Song „Rise Up“. Eine sensationalle Bühnenshow, clevere Kameraeinstellungen, ein perfekter Song - 100% Spaß. Ich so liebe them! (Siegeschancen leider eher gering, solche Nummern gefallen den Jurys nicht.)

Der von den Fans in Kopenhagen heiß (und lautstark!) geliebten Conchita Wurst hab ich schon einen eigenen Gratulationsartikel gewidmet. Auch sie ist weiter. (Und jetzt sag ich zum ersten Mal in der Geschichte dieses Blogs was über einen österreichischen Beitrag: verdient weiter!)

Der eine faule Apfel im Finalistenkorb (ohne sowas gehts wohl nie) ist Slowenien mit dem nervtötenden „Round and Round“. Einen ganzen Punkt hat das Gedudel bei mir abgestaubt - mein letzter Platz, trotzdem im Finale.

Quasi als Ausgleich gibts, wie schon am Dienstag, den Tod eines Lieblings zu vermelden: Georgiens Beitrag „Three Minutes to Earth“ war das sinnlichste, erotischste, erfüllendste, greifbarste, räumlichste, schnellste, einfach wunderbarste Lied, das ich seit langer Zeit bei einem Eurovision Song Contest gehört habe. Raus.

Der Rest im Schnelldurchlauf. Weitere Finalisten, die mein Wohlgefallen finden:

  • Malta: „Coming Home“ (gewinnt bei mehrmaligem Hören, nett)
  • Polen: „My Słowianie - We Are Slavic“ (extrem unterhaltsam, freut mich sehr!)
  • Finnland: „Something Better“ (ein kleines bißchen zu glatt, aber absolut OK)
  • Weißrussland: „Cheesecake“ (ja ich schäme mich dafür, aber es ist ein absoluter Ohrwurm)
  • Schweiz: „Hunter Of Stars“ (wenn schon altbackener Schlager, dann gut gemacht; ich pfeife mit!)
  • Rumänien: „Miracle“ (geht beim ersten Mal schon voll ins Ohr)

Draußen sind also nun Georgien und:

Während ich im ersten, grundsätzlich schwächeren Semifinale fast allen ausgeschiedenen Songs (außer den lettischen Kuchenbäckern) ebenfalls wenig Punkte gegeben hatte, mußten diesmal zwei zumindest anständig gemachte Nummern aus meinem Mittelfeld dran glauben: Litauen und Irland haben nicht viel falsch gemacht und hätten am Dienstag vielleicht noch ihre Chance gehabt. Heute waren sie einfach … gut, aber nicht gut genug. Und es tut mir nicht wirklich leid, sie am Samstag nicht zu sehen. Israel hingegen und Mazedonien haben mich tatsächlich völlig kalt gelassen. Die hätte auch am Dienstag nichts mehr retten können.

Ich freu mich auf Samstag! Brötchen! Brötchen! Brötchen! :)