Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Schlosserbuben

SchlosserbubenSchlosserbuben! Schlosserbuben sind eben eine ganz besonders feine Sache. Klein, süß, heiß, knusprig … Einfach unwiderstehlich! Yummie! *breitgrins*

So genossen heute beim Schwabl, womit ich mir nebenbei die Foursquare-Bürgermeisterwürde dort zurück geholt hab. Vorher gabs Kalbsbutterschnitzel mit absolut himmlischem Kartoffelpüree. Kochen könnens dort, keine Frage.

Am Nebentisch diesmal eine im Sonnenstudio verbrannte Dame jenseits der 70, die ununterbrochen von ihren Internet-Erlebnissen berichtet hat. Sie wirft ihr Geld bei Glücksspielen auf win2day.at raus und recherchiert Interessantes über alle möglichen Stars und Sternchen … Ich möcht gar nicht wissen, was die im Netz sonst noch alles treibt, wenn der Alte endlich im Bett ist. ;)

Schön wars, wir kommen wieder.


ORF opfert Sido für Heinzl

SidoBin ich froh, daß ich gestern nochmal „Die große Chance“ gesehen hab: Es war die letzte mit Sido, die letzte also mit Unterhaltungswert.

Nach der live-Übertragung kams nämlich zu einem Konflikt zwischen Sido und dem nicht nur bei ihm ausgesprochen beliebten Dominic Heinzl. Sido platze der Kragen, er schlug zu, Heinzl ging effektvoll zu Boden … und der ORF trennt sich mit sofortiger Wirkung vom deutschen Juror.

Wenn die Kommentare im Internet nur annähernd die Stimmung der TV-Zuseher widerspiegeln, hat sich der ORF keinen besonderen Gefallen getan. In einer mittlerweile offenbar gelöschten Mitteilung (die hier noch als Screenshot existiert) erklärt Doris Golpashin darüber hinaus, Heinzl hätte Sido zuerst angespuckt, was schließlich zur Eskalation geführt hätte. Na, ist ja auch egal. Das wars wohl mit der Sendung. :)


Nokia: Symbian will nicht sterben

Mit Elop gehts bergab Gerade erst hat Nokia seinen Quartalsbericht Q3/2012veröffentlicht. Wie immer seit Elops Strategiewechsel zu Windows Phone: Verluste, Verluste, Verluste.

Ein Detail finde ich aber besonders interessant in dem ganzen Dokument:

During the third quarter 2012 we shipped 6.3 million Smart Devices units, of which approximately 2.9 million were Lumia products.

Das heißt: Unter den 6,3 Millionen Smartphones, die Nokia im dritten Quartal 2012 verkauft hat, waren nur 2,9 Millionen Windows Phone Geräte. Zwingende Schlußfolgerung: Die restlichen 3,4 Millionen Geräte waren Symbian-Modelle, vielleicht auch noch das eine oder andere N9 mit Maemo/MeeGo.

Beachtenswert dabei erstens: Der letzte Q3-Report vor Stephen Elops ruinösem „Burning Platform“-Memo war Q3/2010. Damals wurden noch 26,5 Millionen Smartphones abgesetzt. Bravo, Mr. Elop! Von 26,5 auf 6,3 Millionen, das ist allein Ihr Verdienst.

Viel spannender noch: In den letzten 12 Monaten wurden ganze sieben Lumia-Modelle mit attraktiver und aktueller Hardware-Ausstattung präsentiert. Auf der Symbian-Seite kam als einziges Modell das Nokia 808 neu dazu, alle anderen derzeit erhältlichen Symbian-Handys wurden Mitte 2011 vorgestellt und sind hardwaremäßig entsprechend veraltet. Die Lumia-Serie wird intensiv beworben, zu Kampfpreisen angeboten und teilweise sogar mit kostenloser Zusatz-Hardware wie dem Bluetooth-Lautsprechersystem Nokia 360 (im Wert von rund € 150,-) verschleudert. Nach Symbian-Geräten muß man schon aktiv suchen. So hat z.B. keiner der österreichischen Carrier ein aktuelles Symbian-Handy im Programm. Wer ein Nokia 808 will, muß es im freien Handel zum Listenpreis von rund € 500,- kaufen. Trotzdem, trotz der Modellvielfalt, trotz der attraktiven Preisgestaltung, trotz allem stellt die Lumia-Reihe ein Jahr nach ihrer Markteinführung weniger als die Hälfte der in Q3/2012 verkauften Smartphones bei Nokia.

Ein Schmankerl zum Schluß: Im zweiten Quartal 2012 wurden noch 4 Millionen Lumia-Handys verkauft. Der Trend ist also stark rückläufig. Einzige Konstante bleibt das Verhältnis Lumia zu Symbian: Auch in Q2/2012 standen den 4 Millionen Lumias über 6 Millionen verkaufte Symbian- und MeeGo-Geräte gegenüber.

Im Original „Burning Platform“-Memo von Elop hieß es 2011 zur Einstimmung auf den Strategiewechsel: He decided to jump. It was unexpected. Kurz nach 2/11 tauchte im Internet die an Windows Phone angepaßte Version auf: He decided to give up, he shot himself. It was unexpected. Scheint als hätte das Internet den richtigen Riecher gehabt.

Alles OK also für Symbians Zukunft? Natürlich nicht. Von 26,5 Millionen Stück in Q3/2010 zurück auf 3,4 Millionen in Q3/2012, das ist kein erfreulicher Trend. Da ist ein Ende absehbar. Die Zahlen bestätigen nur, daß der ausschließliche Fokus auf Windows Phone und das öffentlich verkündete Ende von Symbian der Fehler schlechthin war. Anfang 2011 war Symbian die Cash Cow. Noch Ende 2012 kaufen die Konsumenten lieber Symbian als Windows Phone. Das Betriebssystem abzustellen, an dem das Schicksal des ganzen Unternehmens hing, war nicht unbedingt der schlaueste Zug, den ein CEO jemals gemacht hat. Bravo, Mr. Elop.