Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Erster Arbeitstag: Allah in der Primavera

Wien hat mich wieder. An den Urlaub erinnern nur mehr unbeantwortete Rezeptanfragen an Kochs (Wer fragt denn aber auch ernsthaft bei einer Wurscht nach dem Rezept?), gefühlte 21 Waschmaschinen-Ladungen (heißen Dank an Meri dafür, daß ich das alles nicht auch noch bügeln mußte) und dieses mein Blog, das ich selbst mit zunehmender Besessenheit lese. (Dafür gibts sicher ein lateinisches Wort.)

Was hab ich wieder? Die Abende zuhause, an denen mir der Schweiß dreckig glänzend im Gesicht steht. Wien im Sommer. 936 (gezählte, nicht gefühlte) ungelesene Mails im Outlook und ein Exchange-Server, der die Mails der letzten Tage gleich ganz vernichtet hat. Ihr Postfach ist voll. Zum Frühstück weder Buffet noch Prinz, dafür ein Radiowecker und ein leerer Kühlschrank. Ein Chef, der behauptet, er würde sich über meine Rückkehr freuen. Ich sollte dringend meine Arbeitsweise ändern. In der Kantine: Irgendwas alla [sic!] Primavera. Ich habs genommen und mir ein Stück vom Backenzahn abgebrochen. Alla ist eben doch nicht à la Primavera.

Meinen im Zug verlorenen Führerschein hat die Deutsche Bahn nicht gefunden. Im gleichen Etui war auch die Zutrittskarte fürs Büro; die haben mich trotzdem reingelassen. Oft hast a Pech. Wien hat mich wieder.