Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

N900: Neue Infos von - Microsoft!

Hätte mir das jemand vor fünf Jahren erzählt, wie ich das unter GNU/Linux laufende Nokia N900 als Smartphone verwendet (und hier sehr oft darüber geschrieben) habe, ich hätt ihn für verrückt erklärt:

Vier Jahre nach dem endgültigen Aus jeglicher Unterstützung für das Gerät durch Nokia finde ich eine funkelnagelneue und hochoffizielle Hilfe- und Supportseite von … Microsoft! Die Amis geben dort tatsächlich nützliche Hinweise für die sieben auf der ganzen Welt versprenkelten Leute, die das N900 noch aktiv als Smartphone verwenden. Microsoft. Für ein GNU/Linux-Handy. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. :)

Ein ganz kleines bißchen bösartig ist nur die unter „Useful Links“ angebotene Information: Sie erschöpft sich in den Punkten „Recycling“ und „Neue Telefone“. Nützlicheres, so meint man, kanns für N900-Besitzer nicht geben. :)


Digital Natives, Digital Immigrants und Digital Foreigners

Boxer Leia mit Schnuller Je nachdem, ob man ein sogenannter „Digital Native“ ist oder ein „Digital Immigrant“, geht man angeblich anders mit der modernen Technik um - sagt jedenfalls der Volksmund.

Sicher ist: Wenn man ein „Digital Foreigner“ ist, dann spricht man anders über die Technik. Wunderbares Beispiel: Digital Foreigner M. (Name von der Redaktion geändert) erzählt mir begeistert von einem YouTube-Video, das ihr gezeigt wurde … ohne das Internet zu kennen, ohne eine Vorstellung davon zu haben, was YouTube ist. M.’s „verbaler Link“ zu diesem Video lautet also: Schnell, schau mal hin, vielleicht siehst Du’s noch. Gestern oder vorgestern müssen s’ das gezeigt haben auf YouTube.

Die Logik dahinter wird nach einer kurzen Nachdenkpause klar: Video ist Fernsehen, Fernsehsendungen findet man nach Sender (=YouTube) und Zeit (=gestern oder vorgestern).

Spannender noch als diese Kategorisierung eines Online-Videos als „Fernsehsendung von gestern“ hab ich den Verarbeitungsaufwand gefunden, den der Satz in meinem Gehirn ausgelöst hat. Ich konnte fast zusehen, wie die Zahnräder dort rattern, die Perspektive wechseln, eine andere Sichtweise finden und dort einrasten. Ein perfektes Beispiel für alle vom Brötchengeber bezahlten Kommunikationsseminare über „innere Landkarten“. :)

Ach ja, das Video. Ich verlinke darauf so:

Princess Leia loves her pacifier

(Allein schon der Name „Prinzessin Leia“ sagt eigentlich alles … *LOL*)