MaHü: Tod, Verderben, Elend
Nach dem feierlichen 5-Minze-Spritzer war mir so nach „Leut schauen“. Ab in den 13A also und rauf zur „MaHü“.
Kinders, ich sags Euch! Ein Drama. Alles leer. Die kinderkillenden Kampfradler strampeln frustriert auf und ab, weil sie keine Opfer finden. Ein einsamer Musikant spielt die Filmmusik aus „Spiel mir das Lied vom Tod“, dazu treiben Steppenroller im Herbstwind über die Betonwüste.
Zumindest hätt ich das erwartet, weil ich ja regelmäßig die albernen Ergüsse in der Facebook-Haßgruppe zu diesem Thema lese. Natürlich ist alles anders. G'steckt voll isses, Radler, Skater und Fußgänger kommen wunderbar miteinander aus - ja und ganz überraschend sind auch ausnahmslos alle neu aufgestellten Sitzmöbel belegt. Dabei sind die ja, laut Facebook, so häßlich und unhygienisch und unbequem, daß man sich ihnen nicht mal nähern kann. (Apropos Haßgruppe und Bankerl: Echauffiert sich doch eine der dort betreuten Insaßinnen darüber, daß eine dieser Sitzgruppen ausgerechnet in der Nähe einer für den Autoverkehr geöffneten Querung aufgestellt wurde: Da fahren die Autos - juhuu gibts CO2 zum Henderl-Kebab! Mahlzeit!
Zur Erinnerung: Das sind die Leut, die eigentlich dafür sind, daß dort überall Autos fahren.)
Genialisch an der ganze Sache ist natürlich, daß der Typ „klassicher Wiener Nörgler” in der Fußgängerzone nicht anzutreffen ist. Diese Leute gehen ja aus Protest nicht mehr hin, sagen sie. Daher: idealer Platz zum „Leut Schaun“, nur nette und freundliche Gesichter. :)
Spritzer


