Les Misérables - ich lese das Buch!
Bildungsbürger wie wir wissen, daß das Erfolgsmusical „Les Misérables“ auf einem nicht minder erfolgreichen Roman beruht. Genau den lese ich gerade! Es handelt sich bei dieser Romanvorlage um das Buch „Das Geheimnis der Silberleuchter“ von Giovan Battista Carpi. Leider ist das Werk über die regulären Vertriebswege so gut wie nicht mehr verfügbar. Mein Ex-Chef (der genau unter diesem Pseudonym hier hin und wieder umherirrlichtert) hat es dennoch geschafft, ein gebrauchtes Exemplar für mich unter der Hand bei einem Revolutionsbuchladen in der Taborstraße zu erstehen. Trotz Schnee, Eis und Rutschgefahr! Vielen lieben Dank dafür!
(Jetzt weiß ich auch, was ein leidenschaftlicher Kuß von mir am freien Markt wert ist: 3 Euro.)
Ich hab grad erst am Weg nach Hause angefangen, mich darin zu vertiefen. Aber man spürt schon auf den ersten Seiten die Kraft, die diese Geschichte in ihrer Urfassung ausstrahlt. Donaldius Pontmercy, Jean Dagojean, der Wirt Thénardier mit seiner Frau Trudy, alle sind sie da. (Sogar der kleine Gavroche, der im Éléphant de la Bastille wohnt; ein Detail, das im Bühnenmusical fehlt und erst im Film wieder auftaucht.) Anders als in der Musical-Fassung hilft eine Rahmenhandlung mit Jean Dagojeans Nachfahren Dagobert Duck als Erzähler, die verschiedenen Zeitebenen und Handlungsstränge besser zu verstehen.
Es wird ein literarisch wertvolles Wochenende. Herzlichen Dank, Herr Ex-Chef! :)
12 Kommentare - Kommentar verfassen


