Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Nudelknudel und Blut

Nudelknudel, Original Muß auch mal sein: Seit Jahren kursieren ja schlimmste Gerüchte (und vor allem: die wildesten Rezeptverzerrungen) im Netz über das klassische Nudelknudel (aka Genökenfnöken). Dem muß Einhalt geboten werden. Daher: Starköche einladen und ihnen zeigen, wie der Hase läuft. ;)

So geschehen heute. Wolfi, Raini und Amy wurden mit Bio-Gemüse, eben diesem Nudelknudel und selbstgebackenen Kuchenvariationen verköstigt. So nebenbei wurden Quicklinks am N9 angelegt. Das schnelle Script zum Erstellen von Icons war da gleich wieder hilfreich.

Auch wenn der Abend freundlich und nett begonnen hat: geendet hat er mit Schnaps, irrem Gekicher (Stichwort: scheiß Zopf) und schließlich Blut! Tja, Kinder, von wegen gesetzt und gemütlich. Alt und durchgeknallt! ;)


Command Line Iconmaker für Nokia N9/N950

N9 IconIcons für Programme/Lesezeichen/… am Nokia N9 (bzw. N950) zu erstellen ist eine eher fizzelige Angelegenheit - zumindest dann, wenn man es „the Nokia way“ macht. Die Herrschaften aus Finnland schlagen nämlich vor, die typischen „Squircles“ mit Monstrositäten wie Inkscape, Adobe Illustrator, Photoshop oder Gimp händisch zu erstellen. Das hab ich zwar schon mal gemacht, es ist aber eine mühsame Herumklickerei. Vor allem muß man für jedes Icon die gleichen Schritte im GUI wiederholen. Wofür soll das gut sein?

Ich hab mir überlegt, wie alles schneller gehen könnte und bin auf meinen alten Freund ImageMagick gestoßen. Dieses Programmpaket erlaubt (dzt. leider nur am Desktop, nicht am N9 selbst) das Manipulieren von Bildern auf der Kommandozeile - und damit auch in Shell Scripts. Genau das, was ich wollte: Script aufrufen, Originalbild als Parameter übergeben und fertiges Icon („Squircle“) rausbekommen.

Eine vorläufige Version des Scripts hab ich hier mal gemeinsam mit den notwendigen Masken und Ebenen aus dem Nokia-Beispiel abgelegt:

N9_Iconmaker (gz, 6 KB)

Was macht das Ding? Es zwingt zunächst die Originaldatei auf 80x80 Pixel, ohne Berücksichtigung des Seitenverhältnisses. Das kann grausame Resultate liefern, also sollte das Ausgangsmaterial entweder schon in der richtigen Größe oder zumindest im Seitenverhältnis 1:1 vorliegen. Danach wendet es die Datei mask.png als Maske an. Damit wird die Squircle-Form erreicht.

Nun kommt die Datei overlay.png an die Reihe, die als zusätzliche Ebene mit der Methode „-compose overlay“ drübergelegt wird. Sie erzeugt den typischen vertikalen Helligkeitsverlauf. (Der kommt zwar nicht wirklich zur Geltung, wenn das Ausgangsmaterial einfach nur ein Foto ist; bei echten Icons mit einfärbigem Hintergrund wirkts aber nett.)

Als letzter Effekt wird die in highlight.png enthaltene Betonung des Randbereiches mit „-compose screen“ angewendet. Das Ergebnis findet sich mit dem Namen N9Icon.png im aktuellen Arbeitsverzeichnis.

Wozu hab ich das alles gebraucht? Im Nokia Store wird das Programm contactLaunch angeboten, mit dem man einzelne Einträge aus dem Telefonbuch direkt als Programm-Icon ablegen kann. Leider hat das Programm einen Schönheitsfehler und zeigt die Fotos der jeweiligen Personen als dröge Quadrate an, die so gar nicht zum Rest des Menüs passen wollen. Ich habe also die entsprechenden *.desktop-Files in ~/.local/share/applications (sie beginnen alle mit „contact“) so verändert, daß sie ein von mir selbst gestaltetes Icon zeigen. Tja. Und dafür wollte ich nicht jedes einzelne Foto bearbeiten. As simple as that. ;)