Meine Voting-Sheets in Schleswig-Holstein
Tja. So ist es. Da les ich die ESC-Artikel in den Blogs von Leuten, die ich persönlich so überhaupt nicht kenn … und was seh ich? Käseigel und meine eigenen Voting-Sheets! ;) *stolzbin*
Tja, das ist halt nicht nur das Wunder der Eurovision, sondern auch das Wunder des Internets. Ich machs, er druckts, ich sehs … schon irgendwie spooky auch. In ein paar Jahren werd ich noch per TCP/IP den Käseigel plündern können über irgendeine „App“ - vorausgesetzt, ich bekomm das Passwort für die Privatparty. ;)
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Das Wunder der Eurovision
Es ist immer wieder beeindruckend: Wochen vor dem ESC-Finale geistern Wettquoten, Google-Vorhersagen und „Expertenmeinungen“ von „Musikjournalisten“ durchs Netz, die uns die Favoriten aufzählen und die Sieger vorhersagen wollen. Und dann, wenn in der Finalshow die Punkte aus allen Teilnehmerländern reinkommen, steht ein Land auf und marschiert durch. Da kann man geographisch-kulturell bedingte Punkteschiebereien da oder dort entdecken - egal. Der Sieger hat immer ganz Europa hinter sich. Das war 2009 so, das war 2010 so und auch heuer wieder richtet sich der ganze Kontinent auf einen Song aus. Kaum ein Land, von dem Running Scared nicht ein paar Punkte eingeheimst hätte.
Tatsächlich gehörte Aserbaidschan übrigens ebenfalls zu den Favoriten, auch wenn es erst sehr spät am Radar der ESC-Auguren aufgetaucht ist. Die letzten Wettquoten reihten es auf Platz 3. Andere Länder, denen Chancen auf den Sieg eingeräumt worden waren, kamen weniger gut weg:
- Estland (vorletzter Platz im Finale)
- Israel (im zweiten Semifinale ausgeschieden: Platz 15 von 19)
- Norwegen (im ersten Semifinale ausgeschieden: Platz 17 von 19)
- Armenien (im ersten Semifinale ausgeschieden: Platz 12 von 19)
- Finnland (21. Platz im Finale)
- Frankreich (15. Platz im Finale)
- Irland (8. Platz im Finale)
Interessant, daß die meisten dieser eher erfolglosen „Favoriten“ sehr altbackene Kost serviert haben. Estland, Norwegen, Israel, … das waren alles klassische Song Contest Lieder, denen man angemerkt hat, daß sie ausschließlich für den ESC konstruiert wurden. Das löst offenbar bei Beobachtern noch den Reflex aus, die Chancen hoch einzustufen. Das Publikum sieht das anders. Italien auf Platz 2, damit zum Beispiel hatte niemand gerechnet. Die Buchmacher sahen Madness of Love auf dem drittletzten Platz!
Übrigens: Eigentlich gewonnen hat dann doch Schweden, nicht Aserbaidschan. Der Preis, um den sich Ell und Nikki auf der Bühne so herzig gezankt haben, geht an die Komponisten und nicht an die Sänger. So steht z.B. die Trophäe für „Satellite“ nicht bei Lena am Kaminsims, sondern bei Julie Frost in Los Angeles. Die Preis 2011 für „Running Scared“ geht an den Schweden Stefan Örn (Bild), der das Siegerlied gemeinsam mit Sandra Bjurman und Iain Farquharson geschrieben hat. Die aserbaidschanische TV-Station İTV hat ihm freundlicherweise ein Ticket für Düsseldorf gelöst, das war alles.
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ESC 2011: Unser Voting
… und so sehen die Ergebnisse unserer kleinen, aber feinen Song-Contest-Party 2011 aus:| Rang | Land | Song | Punkte |
| Interpret | |||
| 1 | Bosnien & Herzegowina |
Love in Rewind |
20 |
| Dino Merlin |
|||
| 1 | Italien |
Madness Of Love |
20 |
| Raphael Gualazzi |
|||
| 3 | Finnland |
Da Da Dam |
18 |
| Paradise Oskar |
|||
| 4 | Rumänien | Change | 17 |
| Hotel FM | |||
| 5 | Irland | Lipstick | 16 |
| Jedward | |||
| 6 | Aserbaidschan |
Running Scared |
15 |
| Ell/Nikki | |||
| 7 | Dänemark |
New Tomorrow |
14 |
| A Friend | |||
| 7 | Litauen |
C'est ma vie |
14 |
| Evelina Sašenko |
|||
| 7 | Schweden | Popular | 14 |
| Eric Saade |
|||
| 7 | Moldau | So Lucky | 14 |
| Zdob şi Zdub |
|||
| 11 | Griechenland |
Watch My Dance |
13 |
| Loucas Yiorkas feat. Stereo Mike |
|||
| 11 | Frankreich | Sognu | 13 |
| Amaury Vassili |
|||
| 11 | Slowenien | No One | 13 |
| Maja Keuc |
|||
| 14 | Schweiz |
In Love For a While |
12 |
| Anna Rossinelli |
|||
| 15 | Island |
Coming Home |
11 |
| Sjónni's Friends |
|||
| 15 | Georgien |
One More Day |
11 |
| Eldrine | |||
| 17 | Ungarn |
What About My Dreams? |
10 |
| Kati Wolf |
|||
| 17 | Estland |
Rockefeller Street |
10 |
| Getter Jaani |
|||
| 17 | Russland | Get You | 10 |
| Alexej Vorobjov |
|||
| 17 | Vereinigtes Königreich |
I Can | 10 |
| Blue | |||
| 21 | Deutschland |
Taken By a Stranger |
9 |
| Lena Meyer-Landrut |
|||
| 22 | Spanien |
Que Me Quiten Lo Bailao |
7 |
| Lucía Pérez |
|||
| 23 | Ukraine | Angel | 5 |
| Mika Newton |
|||
| 23 | Serbien | Čaroban | 5 |
| Nina |
Hätte mein vom finnischen Oskar verblendeter Co-Juror Aserbaidschan nicht völlig ignoriert (dem er nur 5, ich dagegen 10 Punkte gegeben habe), wärs gar nicht so übel ausgefallen. Wie bei uns Italien als Sieger (ex aequo mit Bosnien & Herzegowina) fest stand, dachte ich mir ja: Das wird nie was. Zweite sind sie geworden und damit die eigentliche Sensation des ESC 2011.
Apropos Bosnien & Herzegowina: Um die tuts mir ja ein bißchen leid. Denen hätt ich einen besseren Platz vergönnt als den sechsten, den sie schlußendlich eingefahren haben. Und auch Rumänien wär weiter vorne besser aufgehoben gewesen. Naja. Die jungen Leut halt. ;)
Jetzt muß mir nur noch jemand erklären, wie so ein entsetzlich mieses Lied wie das der Ukraine auf dem 4. Platz landen kann, dann geh ich schlafen.
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