Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Helga und Martin dürfen es nicht

Leser dieses Blogs sind immer besser informiert. Wir haben die Stars, bevor die anderen Medien sie entdecken. Konkret gehts diesmal um Helga und Martin, die meine Stammleser von Sommerfesten, Punsch-Kränzchen, Preisverleihungen und spontanen Wien-Besuchen her kennen.

Diese Woche haben auch Leser der Oberösterreichischen Nachrichten (Helga und Martin kämpfen für Homo-Ehe) und des Standard (Hetero-Pärchen will Homo-Ehe eingehen) die beiden kennengelernt. Helga und Martin wollen ihre langjährige Beziehung nämlich amtlich machen. Dafür finden sie das Modell der eingetragenen Partnerschaft passender als das der Ehe. Dumm gelaufen, denn der Gesetzgeber hat die eingetragene Partnerschaft nur für Lesben und Schwule vorgesehen, so wie umgekehrt die Ehe nur Heten offen steht.

Helga und Martin habens trotzdem versucht beim Linzer Magistrat. Erwartungsgemäß wurden sie dort nicht verpartnert, haben aber jetzt eine Entscheidung der Behörde in der Hand, die sie anfechten können - bis zum VfGH. Am Telefon hat Helga mir erzählt, daß sie von der gesetzlichen Regelung ihr Grundrecht auf Gleichbehandlung verletzt sieht. Nachvollziehbar: Wäre sie ein Mann, wäre die Verpartnerung mit Martin kein Problem. Nur aufgrund ihres Geschlechts aber wird sie vom Gesetzgeber diskriminiert.


Mai

Da geht man extra in den Prater, um den Menschen und dem Trubel zu entkommen … und was findet man dort? Menschenmassen. Ganz Ostösterreich am Praterstern. Es hat dann ein bißchen gedauert, bis wir überrissen haben: Die sind nicht zufällig oder unseretwegen da. Es ist erster Mai. Musik, Zauberer, Luftballons … Des wann ma gwußt hätten. :)