Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

mupid

mupid und ichDer Ausstellung „125 Jahre Festnetz“ im Foyer meines Brötchengebers habe ich eine Begegnung mit meiner Vergangenheit zu verdanken: Der mupid war Ende der 80er Jahre meine Einstiegsdroge in die online-Welt. Hier noch ein Bild der beiden Typen mupid I und mupid II (mupid II, rechts, war meins):

Mupids (jpg, 102 KB)

Bildschirmtext (Btx) hieß damals der Online-Dienst der Post, in dem man (zumindest anfänglich) mit dem mupid surfte. Er bescherte mir Telebanking, heftige politische Diskussionen, revolutionäres online-Shopping, *930#er und *941#er, ziemlich bizarre sexuelle Erlebnisse (ob es in diesem Salzburger Haus schon wieder Wasser gibt?) und online geknüpfte Freundschaften, die die Jahre überdauert haben und bis heute bestehen.

Es war ein verdammt gut durchdachtes, von der Post verdammt schlecht vermarktetes Service und ein gutes Stück Hardware. Meine heutige Liebe zum Internet geht sicherlich auf die positven Erfahrungen mit Btx zurück. Außerdem war meine Beschäftigung mit den technischen Seiten des Mediums wahrscheinlich verantwortlich dafür, daß ich heute so krankhaft-zwänglerisch für die Einhaltung offizieller Standards eintrete und proprietäre Erweiterungen ablehne - die haben mir nämlich damals schon bei der Seitenerstellung das Leben schwer gemacht.

Schön, so ein Stück Technikgeschichte wieder einmal zu sehen. Du warst schon ziemlich cool, mupid…