Oskar Welzl: Weblog zur Homepage

Phantasia

Phantasia2009
Abendessen in der Primavera, Cocktails am Friesenhof, tiefenentspannter Abend.

Hubschraubereinsatz

Hubschrauber
Wer zu faul zum Aufstellen der schicken kleinen Strandmuschel ist, muß zum Touristenstrand radeln und sich dort einen Strandkorb als Sonnenschutz mieten. Wir sitzen da also, genießen die Aussicht (aufs Meer und auf andere Strandkörbe) und das Baden in den heute besonders hohen Wellen … Plötzlich die Sirene des Notarztwagens, ein zweiter Einsatzwagen direkt hinten dran - und sie bleiben ganz in unserer Nähe stehen. Wir können zwar nicht viel erkennen, daß aber der eine Mann in der signalgelben Weste gefühlte 30 Minuten lang rhythmisch auf den Brustkorb dessen drückt, der da unter ihm am Strand liegt, läßt nichts Gutes ahnen. Schließlich werden alle Badegäste in größerem Umkreis vertrieben - ein Landeplatz für den Hubschrauber entsteht. Während der ganzen Zeit absolute Stille am Stand. Die Leute stehen, schauen neugierig, aber auch verständnislos, nicht einmal die kleinen Kinder geben einem Mucks von sich.
Der Hubschrauber landet, mehr Ärzte, mehr Geräte. Schließlich wird jemand auf einer Bahre Trage zum Hubschrauber getragen, der allerdings gute 20 Minuten lang keine Anstalten macht zu starten. Kein gutes Zeichen, wenn sich plötzlich alle so viel Zeit lassen. Endlich hebt er doch ab, der Eiswagen fährt mit lautem Klingeln vorbei, die Kinder toben und kreischen im Wasser, der Mann mit der großen Tätowierung beißt wieder in seine Bockwurst.
Spooky. Und trotzdem - was mach ich selbst? Gaffen wie die anderen, den Hubschrauberstart filmen (altes Strand-Handy, daher kaum was zu erkennen … Ich stells trotzdem auf blip.tv, wenns geht) und nachher den Krimi weiterlesen. Kurz darauf baden, wo wahrscheinlich soeben jemand ertrunken ist.

Fasanbrust im Speckmantel mit alles und scharf

Fasan-Platte
Der beste Koch der Insel (und - soweit ich weiß - der einzige, der jemals die Marine bei der Suche nach sich selbst unterstützt hat) verbietet uns die Speisekarte und verwöhnt uns mit einem individuell komponierten 3-Gänge-Menü rund um zarteste Fasanbrüstchen im Speckmantel. Absolut genialisch. Das ist es halt, was unser Hotel Friesenhof hier in Trassenheide ausmacht. Man wird rundherum nur verwöhnt. Ein perfektes Essen und ein wunderschöner lauer Sommerabend, der bei einem Schluck Erpresso auf der Terrasse ausklingt. Der Meister selbst kommt aus der Küche zu uns, erzählt uns lustige Geschichten aus Seefahrt und Gastronomie … Sympathische Gesellschaft, viel zu lachen und Gourmet-Festspiele, so stell ich mir einem gelungenen Urlaubsabend vor.